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AT917 Artillerie Fährprahm Typ D Ausführung 3 (Zustand 1945) 1:250 deutsche Anleitung

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AT917 Artillerie Fährprahm Typ D Ausführung 3 aus dem Jahr 1944 der Deutschen Kriegsmarine im Zustand 1945 als Extrempräzisions-Kartonmodellbausatz des Münchener cfm-Verlages (Produkt-Id.: 1041) im Maßstab 1:250.

Modellkonstruktion: Michael Bauer

Marinefährprahme (MFP) waren die größten Landungsboote der deutschen Kriegsmarine während des Zweiten Weltkrieges. Sie wurden ab 1941 für die Operation Seelöwe (Invasion der britischen Inseln) entwickelt und in verschiedenen Typausführungen über 700 Mal während des ganzen Krieges gebaut. Sie erwiesen sich in vielen ursprünglich gar nicht vorgesehenen Rollen als vielseitige und robuste Konstruktionen.

Marinefährprahme hatten je nach Typ eine Transportkapazität von etwa 85 bis 140 t und waren mit einer Klapprampe am Bug ausgestattet, die den direkten Zugang zum Frachtraum ermöglichte. Die Mehrzahl der MFP hatte eine Länge von ca. 47 m und eine Breite von ca. 6,5 m. Die Boote hatten eine Gesamthöhe von rund 4,7 m und einen maximalen Tiefgang von etwa 1,4 m.

Ab 1940 führte die Kriegsmarine Versuche mit verschiedenen Fahrzeugen für amphibische Landungsoperationen durch. Daraus resultierte ein Forderungskatalog für ein Fahrzeug, das für Landungsoperationen und allgemeine Nachschubaufgaben geeignet sein sollte. Dazu sollte es mit einer Rampe für die Anlandung an Stränden versehen sein. Die Boote sollten bis Seegang Stärke 5 (3 m Wellenhöhe) einsetzbar sein. Bei der Fertigung sollte möglichst wenig strategisch wichtiges Material benötigt werden und der Bau auch von wenig qualifiziertem Personal durchführbar sein.
Zunächst sollten zusätzlich zu einem Dieselmotor für Marschfahrt je zwei ausgediente Flugzeugmotoren für Höchstgeschwindigkeit zum Einsatz kommen. Diese hatten aber eine zu geringe Lebensdauer und erwiesen sich als zu störanfällig und zu hoch im Verbrauch, darum kamen schließlich je drei gleichartige Dieselmotoren zum Einsatz, mit denen nur noch gut 10 kn (gegenüber fast 13) erreicht wurde. Diese Einbuße wurde aber zugunsten der höheren Zuverlässigkeit und Reichweite in Kauf genommen.

Im Laufe des Krieges wurden diverse Varianten entwickelt und auch je nach Verfügbarkeit von Material individuelle Umrüstungen vorhandener MFP vorgenommen. Von der ersten Version „Typ A“ bis zum „Typ D“ wurden insbesondere die Laderaumhöhe und die Tragfähigkeit vergrößert und die Bewaffnung verstärkt. Die Grundversion trug die Kennung „F“ mit einer Nummer ab 100, spezialisierte Versionen trugen zum Teil abweichende Kennungen. Es wurden etwa 1200 Kennnummern vergeben. Davon wurden aber ganze Serien nie benutzt und andere Nummern nach Umbau von Booten etwa zu Artillerieträgern an diese neu vergeben. Es sollen gut 700 MFP fertiggestellt worden sein. Die genaue Zahl ist nicht bekannt.

Ab Anfang 1944 erfolgte keine weitere Entwicklung der MFP. Alle Anstrengungen wurden auf das neu konzipierte Einheitslandungsboot (EL) verwendet, die Produktion ging aber weiter. Am Ende des Krieges befanden sich noch auf diversen Werften im gesamten Reichsgebiet und in besetzten Gebieten MFP in Bau.

Für eine ähnliche Verwendung, jedoch kleiner und mit wesentlich davon abweichenden Konstruktionsmerkmalen waren bei der Kriegsmarine Marinenachschubleichter, Marineartillerieleichter und Siebelfähren im Einsatz.

Nachdem die Operation Seelöwe aufgegeben wurde, wurden die Prahme als Nachschubfahrzeuge in fast allen Seegebieten eingesetzt. Dabei wurden sie, sofern sie nicht vor Ort gebaut wurden, auch über Binnenwasserwege verlegt. Sie waren in Transportflottillen, Landungsflottillen, Küstenschutzflottillen und Artillerieträgerflottillen zusammengefasst oder wurden gemischten Einheiten wie etwa Sicherungsdivisionen zugeordnet.

In ihrer ursprünglich gedachten Funktion als Landungsboote kamen sie vor allem bei der Besetzung der griechischen Inseln zum Einsatz. MFP wurden außer zum Nachschub auch als Verwundetentransporter, als Tankschiffe, zur Sicherung von Häfen und Geleitzügen, zum Minenlegen und als Artillerieträger eingesetzt. Trotz ihrer geringen Geschwindigkeit wurden sie sogar zur U-Jagd eingesetzt und es wurde versucht sie zum Minensuchen einzusetzen, was allerdings aufgrund ihrer zu geringen Motorkraft nicht gelang. Für Sonderfunktionen wurden MFP auch weitgehend umgebaut.
Bei maximaler Zuladung war die Seegängigkeit der Boote eingeschränkt und ein Einsatz bei mehr als Seegang Stärke 2 nicht mehr möglich. Marinefährprahme, die den Krieg überlebten, wurden zum Teil zivil als Frachtschiffe, Arbeitsplattformen oder Fähren weitergenutzt, einige wurden auch vorübergehend von den alliierten Behörden wie der GMSA oder OMGUS übernommen.

Einsatz im Schwarzen Meer[Bearbeiten]Ab Mai 1941 wurden in bulgarischen Werften in Warna (Staatswerft, Werft Koralowag, Marinearsenal) für die Kriegsmarine 93 MFP gebaut, wobei viele Bauteile und die Ausrüstung aus Deutschland geliefert wurden. Bei den Kampfhandlungen im Schwarzen Meer wurden mindestens 32 MFP und AF versenkt, auf der Donau weitere 19. Ende August 1944 wurden vor Warna 28 MFP selbstversenkt. Einige von ihnen wurden nach dem Krieg gehoben und in die sowjetische Flotte unter der Bezeichnung BDB eingegliedert. Sechs MFP wurden der bulgarischen Marine überlassen. Elf MFP, die in Warna noch im Bau waren, wurden nach ihrer Fertigstellung ebenfalls sowjetische Beute.

Die Grundversion sollte mit zwei Unteroffizieren und zehn Mannschaften betrieben werden. Aufgrund der zunehmenden Bewaffnung wurde zusätzliches Personal notwendig. Die Besatzung stieg auf 17 und schließlich 25 Mann, in der Version als Artilleriefährprahm je nach Bewaffnung noch mehr.
Die verschiedenen Typen der MFP unterschieden sich in Details. Das Grundkonzept blieb aber weitgehend das gleiche. Die MFP waren flache pontonartige Fahrzeuge mit hochgezogenem Boden am Heck und vor allem am Bug. Sie bestanden aus einer genieteten Stahlkonstruktion. Der Motorraum befand sich im Heck des Bootes, davor war der Fahrstand aufgesetzt. Vor diesem befand sich ein festes Hallendach über dem hinteren Teil des Laderaums, der vordere Teil konnte durch abnehmbare Wellblechabdeckungen nach oben geöffnet werden. Der Laderaum konnte über die mechanisch betriebene Landerampe direkt befahren werden. Motorraum und Fahrstand waren mit 20 bis 25 mm Panzerstahl geschützt.

Die MFP wurden mit einer MES-Anlage ausgestattet, was allerdings die Genauigkeit der Kompasse beeinträchtigte, und es erforderlich machte spezielle Führerboote zu bauen oder die Prahme im Verbund mit anderen Einheiten einzusetzen, die sicher navigieren konnten.

Zum Ablegen nach einer Anlandung am Strand führten die Prahme zusätzlich zu einem Buganker zwei Anker in Davits am Heck mit.

Die MFP waren mit drei Sechszylinder-LKW-Dieselmotoren von Deutz ausgestattet, die jeweils auf einen Propeller wirkten. Die Ausführung A erreichte mit insgesamt 390 PS (287 kW) eine Höchstgeschwindigkeit von 10,5 kn. Gegen Kriegsende wurden einige Prahme zur Treibstoffersparnis mit Generatorgasanlagen für die äußeren Motoren ausgestattet.

Bei Marschfahrt mit nur der Mittelmaschine erreichten die Boote noch ca. 7,5 kn. Bei voller Zuladung und je nach Seegang war die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit jedoch deutlich geringer. Die Steuerung erfolgte über ein Mittelruder.

Zur Unterstützung der anzulandenden Truppen und zur Eigensicherung vor allem gegen Luftangriffe waren die MFP zunächst mit zwei 20-mm-Flak bewaffnet. Bald wurde ein 7,5-cm-Geschütz vor dem Fahrstand ergänzt, zunächst oft noch auf Radlafetten provisorisch aufgestellt. Im Laufe des Krieges wurde die Bewaffnung ständig weiter verstärkt. Für die letzten Versionen wurden zwei 20-mm-Doppellafetten auf dem Achterschiff, je eine 3,7-cm-Flak auf dem Hallendach und in überhöhter Stellung hinter dem Fahrstand sowie eine 7,5-cm-Pak auf Marinelafette vor dem Fahrstand sowie zwei Raketenwerfergestelle vorgesehen. Eine einheitliche Bewaffnung war zu dieser Zeit aber nicht mehr möglich, auch Nach- und Umrüstungen geschahen deshalb oft individuell nach Verfügbarkeit von Waffen und Material, auch mit Beutewaffen. Dabei wurden unter anderem zusätzlich oder anstatt anderer Geschütze auch 2-cm-Vierlings-Flak und 8,8-cm-U-Boot-Geschütze montiert. Die im Mittelmeer eingesetzten Boote erhielten regelmäßig zusätzlich Maschinengewehre.
Marinefährprahme wurden auf dutzenden Werften auch im Binnenland und in besetzten Gebieten gefertigt. Allein dadurch ergaben sich vielfältige Abweichungen vom Standard. Dazu waren es Verbrauchsboote, die je nach Situation lokal umgerüstet und umgebaut wurden.

Die erste Version Typ A wurde in drei Schritten weiterentwickelt.

Typ B: Der Laderaumboden wurde abgesenkt, um eine Erhöhung der lichten Höhe des Laderaumes von 2,74 m auf 3,19 m zu erreichen. Dadurch verkürzte sich die waagerechte Länge des Laderaumbodens, und die Tanks, die sich beim Typ A im Doppelboden befanden, mussten in die Bordwände verlagert werden. Ladekapazität und Verdrängung blieben unverändert.
Typ C: Hier wurde die Laderaumhöhe um weitere 10 cm auf 3,29 m vergrößert. Auch hierbei blieben Ladekapazität und Verdrängung unverändert.

Typ D: Die bislang vollständig vernietete Konstruktion wurde auf eine teilweise geschweißte Sektionsbauweise umgestellt. Der Rumpf wurde verlängert und verbreitert bei ebenfalls größerer Einfahrtbreite. Die Tragfähigkeit wurde auf bis zu 140 t Tragfähigkeit erhöht. Der Fahrstand und Motorraum wurden etwas nach vorn verlegt und Panzerung und Bewaffnung verstärkt. Die Boote erhielten Unterkünfte für eine Besatzung von bis zu 25 Mann und einen Funkraum.
(danke Wikipedia!)

Anzahl der Elemente: etwa 530 auf 4 Bögen A4.

Modellspannweite: 20 cm!


* Standarisierte Lesercut- und Ätz-Relinge, so wie Niedergänge und Leitern (ebenfalls als Ätz- oder Lasercut-Sätze) können für das Modell zusätzlich bestellt werden!

Modernste Graphik und Farbgebung (graue Tarnbemalung, rotes Unterwasserschiff).

Übersichtliche und in einzelne Baugruppen gegliederte deutsche Bauanleitung wird durch General- und Montagezeichnungen ergänzt.

 

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