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Lasten-Segelflugzeug DFS-230 B-1 (LLG1, Wertheim) 1:33

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Lasten-Segelflugzeug DFS-230 B-1 (Version mit Bremsschirm) in der Darstellung des Seglers LB+1-98 des 1. Luftlandegeschwaders (LLG1) der 7. Fliegergruppe aus Wertheim als Kartonmodellbausatz (Offsetdruck) des SzK-Verlages (Nr.41) im Maßstab 1:33.

 

Modellkonstruktion: Andrzej Maciejczak.

 

Die DFS 230 wurde als Lastensegler für eine Besatzung von einem Piloten und neun Soldaten entwickelt und im Zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen (Wehrmacht und Luftwaffe) vielfach für Luftlandungen eingesetzt. Für die Konstruktion zeichnete die Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug (DFS) in Darmstadt unter der Leitung von Hans Jacobs verantwortlich.

 

Im Oktober 1936 war eine Attrappe fertiggestellt worden; bis 1937 wurde ein Prototyp entwickelt. Dieser Typ ging, nachdem er unter anderem von Hanna Reitsch getestet worden war, als DFS 230 A-1 in Serie. Die DFS 230 war ein abgestrebter Hochdecker mit einem rechteckigen Rumpfquerschnitt. Der Flugzeugrumpf bestand aus einem geschweißten Stahlrohrfachwerk mit Stoffbespannung. Die einholmigen trapezförmigen Tragflächen hatten gerundete Flächenspitzen und waren an der Tragflächenvorderkante mit Sperrholz beplankt; der hintere Teil war stoffbespannt. Für den Start besaß die DFS 230 ein abwerfbares Radfahrwerk; gelandet wurde auf einer dreifach gefederten hölzernen Gleitkufe. Die Serienfertigung der DFS 230 lief im Juli 1939 im Werk von Robert Hartwig in Sonneberg an, einer Spielzeugfabrik. Bis zum 30. Juni 1940 wurden dort die ersten 109 Flugzeuge ausgeliefert. Von der A-Version wurden die Baureihen A-2 und A-3 ausgeliefert, wobei aus den Unterlagen nicht hervorgeht, ob auch A-1 gebaut wurden.

 

Die A-Version lief im April 1941 aus, nachdem bei der Gothaer Waggonfabrik in Gotha die Fertigung der Gotha Go 242 erfolgreich angelaufen war. Die meisten DFS 230 baute bis 1941 das Sonneberger Hartwig-Werk, Bücker in Rangsdorf stellte die Version B-2 von Januar bis September 1941 her, ebenso bis Juni 1941 die Gothaer Waggonfabrik (GWF); bis September 1941 fertigte das Erla Maschinenwerk in Leipzig die A- und B-Varianten. Erla baute Tragflächen und Rümpfe in seinem Werk IV in Johanngeorgenstadt, die ins Werk I (Wodanstraße) in Leipzig transportiert und dort zusammengebaut wurden. In die Produktion war 1941/42 auch die Böhmisch-Mährische Maschinenfabrik (BMM, Prag) eingebunden. Mráz in Chotzen (Protektorat Böhmen und Mähren) fertigte zwischen April und Juli 1943 noch einige DFS 230 C-1 als letzte Ausführung.

 

Erstmals eingesetzt wurde diese neue Waffengattung am 10. Mai 1940, als neun Lastensegler im Morgengrauen auf dem belgischen Fort Eben-Emael landeten. Einen Tag später kapitulierte das Fort (Näheres im Artikel 'Fort Eben-Emael').

 

Der größte Einsatz dieses Typs erfolgte ein Jahr darauf bei der Invasion der Mittelmeerinsel Kreta durch deutsche Gebirgs- und Fallschirmjäger. Dabei erlitten die DFS 230 so hohe Verluste, dass eine Operation diesen Ausmaßes nie wieder versucht wurde. Als Nächstes erschien die DFS 230 B-1; sie war bis auf einen Bremsschirm und eine Vorrichtung für die Befestigung von Verteidigungswaffen mit dem Vorgängermuster identisch. DFS-230-Lastensegler wurden in Nordafrika und an der Ostfront auch zu Nachschubeinsätzen herangezogen. Eine wagemutige Aktion war im September 1943 das „Unternehmen Eiche“, die Befreiung des Diktators Benito Mussolini aus dem Hotel Campo Imperatore am Gran Sasso in den Abruzzen, wobei von den ursprünglich geplanten zwölf DFS-Seglern nur zehn eingesetzt werden konnten. Um die Landestrecke zu verkürzen, wurde dort die Version DFS 230 C-1 mit Bremsraketen im Rumpfbug verwendet. Ebenso kamen DFS 230 bei der Luftlandeoperation auf dem Gebirgsplateau des Vercors bei Grenoble am 21. Juli 1944 bei Kampf gegen Kräfte der französischen Résistance zum Einsatz (Näheres hier). Beim Endkampf in Budapest landeten bis Anfang Februar 1945 Lastensegler (Typ?) mit Nachschub für die eingeschlossenen Truppen.

 

Erprobt wurden auch einige Mistel-Kombinationen mit wahlweise auf dem Rumpf montierten Fw 56, Kl 35 oder Bf-109E-Maschinen; einsatzreif wurde jedoch keine. Für den Tragschrauber Fa 225 wurde der Rumpf der DFS 230 zusammen mit dem Rotor des Fa-223-Hubschraubers verwendet.

 

Als Schleppflugzeuge kamen vorwiegend Junkers Ju 52/3m oder andere mehrmotorige Flugzeuge wie Dornier Do 17, Heinkel He 111 und Messerschmitt Bf 110 zum Einsatz. Je nach Einsatzbedingungen wurden aber auch einmotorige Muster wie Arado Ar 65, Avia B-534, Heinkel He 46, Henschel Hs 126 oder Junkers Ju 87 benutzt.

 

Technische Daten (DFS 230 A-1): Flügelfläche: 41,3 m²; Länge: 11,24 m; Höhe: 2,74 m; Spannweite: 20,87 m; maximale Schleppgeschwindigkeit: 210 km/h; Leermasse: 860 kg; maximale Startmasse: 2 100 kg; Besatzung: 1 Pilot + 9 Soldaten. (danke Wiklipedia!)

 

Modelllänge: 34 und –spannweite: 67 cm!

 

* Ein LC-Spantensatz kann zusätzlich bestellt werden!

 

Offsetdruck, moderne Graphik und originaltreue Farbgebung (Tarnbemalung).

 

Bauzeichnungen und Detailskizzen ergänzen polnische und englische Bauanleitung.

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