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Dufthaus 4711 in Köln 1:87 (H0) deutsche Anleitung

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Eine Produktion aus dem Hause "Atelier-Bergner" (Klaus-Bergner-Verlag): Dufthaus 4711 in Köln als Kartonmodellbausatz im Maßstab 1:87 (Spur H0).

Modellkonstruktion: Ilse Langer.

4711 (siebenundvierzig-elf) ist eine Marke für Parfüms, die zum Unternehmen Mäurer & Wirtz GmbH & Co. KG gehört. Spätestens seit 1799 wurde wohl ein Kölnisch Wasser nach der Rezeptur, die später als 4711 bekannt wurde, durch Wilhelm Mülhens in Köln verkauft. Dieses Duftwasser wird noch heute hergestellt und darf die Bezeichnung Original Eau de Cologne führen. 4711 ist ein bekannter Markenname, der spätestens seit 1875 markenrechtlich geschützt ist. Mäurer & Wirtz hat 4711 mittlerweile zu einer Dachmarke ausgebaut, unter der verschiedene Düfte angeboten werden.

Das 4711-Stammhaus in der Kölner Glockengasse ist, obwohl es sich nicht um das Originalgebäude handelt, ein Touristenziel. Es beherbergt einen Ausstellungsraum, der einmal wöchentlich im Rahmen einer öffentlichen Führung besichtigt werden kann; auch ist stündlich ein Glockenspiel zu hören. (…)

Am 3. Oktober 1794, als bereits französische Truppen vor der Stadt standen, billigte der Rat der Stadt Cöln den Vorschlag der Wachtkommission, „alle Häußer der Stadt ohne Unterscheid nummerieren und nach Maasgab der Entlegenheit beleuchten zu lassen. Die Beleuchtung wird für sofort angeordnet, die Nummerierung an die Schickung verwiesen“, als Vorwegnahme der Einrichtung einer „allgemeinen Sicherheits-Wacht“. Am 6. Oktober 1794 besetzten die Franzosen die Stadt unter Charles Daurier (* 29. Juni 1761; † 29. Mai 1833, Brigadegeneral seit 8. Mai 1794), der als Stadtkommandant den Oberbefehl über die Stadt Köln übernahm. Am 7. Oktober beschloss der Rat mit den Vierundvierzigern, dass „jeder Bürger-Hauptman eine Verzeichniß deren in seinem Fahnenbezirk befindlichen Bürger und Unbürger binnen 2 mal 24 Stunden einzuliefern hat und (…) der Numerirungs-Punkt deren Häußer zur löblichen Wachts-Kommission verwiesen wird, die also mit der Durchführung beauftragt wird“. Der Drucker Heinrich Josef Metternich (Mitglied des Rates) beantragte die Genehmigung zur Veröffentlichung eines Adresskalenders, der unter anderem die inzwischen angebrachten Hausnummern enthalten sollte, und zur Erhebung der erforderlichen Angaben. Er betonte dabei, „dass durch die von Euer Gnaden veranstaltete Polizey-Einrichtung (…) nunmehro alle Häußer hießiger Stadt nach Ordnung der Colonelschafften mit Nummeren bemerket sind“.
Als Bewohner des Hauses in der Glockengasse, das die Nummer 4711 erhalten hatte, stand im 1. Kölner Adressbuch von 1795 die Witwe des Wilhelm von Lemmen seel. Erst im 2. Kölner Adressbuch von 1797 wird Wilhelm Mülhens als Bewohner genannt, als Berufsbezeichnung ist „in Speculationsgeschaeften“ angegeben, unter den Herstellern von Kölnisch Wasser im Branchenverzeichnis wird er noch nicht aufgeführt. 1811 wurde die durchlaufende Nummerierung wieder abgeschafft und auf eine straßenweise Nummerierung, wie sie heute üblich ist, umgestellt. Das Haus Glockengasse No. 4711 erhielt daraufhin die Hausnummer Glockengasse Nr. 12.
Im Vorwort des französischsprachigen Adressbuchs von 1813 behauptet der Verleger Theodor Franz Thiriart, vor Ankunft der Franzosen habe es in Köln keine Häusernummerierung gegeben („inconnu à Cologne avant l’arrivée des armées françaises au bord du Rhin“), sie sei 1795 angeordnet worden. Hier beginnt die Bildung der Legende, die Franzosen hätten die Nummerierung angeordnet und durchgeführt.
1854 zog Peter Joseph Mülhens von der Glockengasse 12 in das neue Geschäftshaus mit neugotischer Fassade in der Glockengasse 26–28 gegenüber der Pferdepost um. Das Haus in der Glockengasse Nr. 12, welches 1794 die Hausnummer 4711 bekommen hatte, stand zunächst leer und wurde später auf Abbruch verkauft. 1943 wurde das Haus Glockengasse 26–28 durch einen Bombenangriff völlig zerstört. 1963 wurde ein Neubau im Stil des Vorkriegsgebäudes an neuem Standort an der Ecke Schwertnergasse 1/Glockengasse 4 errichtet. Die neugotische Fassade wurde jetzt mit Arkaden um die Straßenecke fortgeführt.
Das Bild des französischen Offiziers, der hoch zu Ross die Hausnummer 4711 mit dem geschwungen umschriebenen No. (für frz. numéro) auf die Fassade des Hauses in der Klöckergasse (Glockengasse) schreibt, ist ein Produkt der Werbung und wurde erstmals 1949 in einer Werbeanzeige von Karl Petau verwendet. Von dieser Vorlage wurde auch ein Webteppich, der in den 1950er Jahren in Auftrag gegeben worden war, gefertigt. In seiner szenischen Umsetzung fand es in den 1950er und 1960er Jahren große Verbreitung. Der Schriftzug No. 4711 wurde erst später mit rechts angehängtem Glockensymbol für die Glockengasse ergänzt. (danke Wikipedia!)

Deutschsprachige Geschichte des Objektes, sowie deutsche Bauanleitung ergänzen ein Farbbild des Modells.

Feiner Druck, originalgetreue Bemalung des Bauwerkes, dezent gealterte Farbgebung.

 
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