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Papstpalast in Avignon, Palais des Papes, 1:300

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Papstpalast in Avignon

Einst herrschten hier die Päpste, heute ist das imposante Gebäude das ganze Jahr über für alle zugänglich: Der Papstpalast in Avignon ist einer der beeindruckendsten historischen Bauten der Provence und erinnert von außen an eine mittelalterliche Burg. Mit seiner hellen, steinernen Fassade dominiert der Papstpalast das Stadtzentrum, die Türme sind bereits aus der Ferne sichtbar. Hinter den fast 700 Jahre alten Mauern des Palastes verbergen sich prachtvolle, schlossähnliche Räume im Stil der Gotik. Der Papstpalast, auf Französisch "Palais des Papes" genannt, und die Altstadt von Avignon gehören gemeinsam zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der große Cour d'honneur, der nichtüberdachte Ehrenhof im Inneren des Gebäudes, trägt das Europäische Kulturerbe-Siegel, mit dem bedeutende Kulturdenkmale ausgezeichnet werden. Hier finden oft kulturelle Veranstaltungen statt wie Theater- und Tanzaufführungen, Kinovorstellungen, Lichtshows und Lesungen.

Der Papstpalast und seine bewegte Geschichte
Anfang des 14. Jahrhunderts wurde Avignon unter Einfluss des machthungrigen französischen Königs Philipp dem Schönen zum Zentrum des Katholizismus. Der neugewählte Papst Clemens V., ein Franzose, ging nicht nach Rom, sondern ließ sich in Lyon zum Papst weihen. Als anschließend ein würdiger Amtssitz auf französischem Boden für ihn gesucht wurde, fiel die Wahl auf die kleine Stadt Avignon, die der Kirche gehörte. Avignon hatte jedoch kein passendes Gebäude vorzuweisen, also musste eins gebaut werden. An dieser Stelle im Spätmittelalter beginnt die Geschichte des Palastes: Der Grundstein für den alten Papstpalast wird im Jahre 1335 gelegt, bis 1342 wird nach den Plänen des Architekten Pierre Poisson gebaut. Clemens V. und sein Nachfolger Johannes XXII. lebten in einer ausgebauten Klosteranlage. Der erste Amtsträger, der in den Papstpalast einzog, war Benedikt XII. Als er 1342 stirbt, entscheidet der neue Papst Clemens VI., dass der Papstpalast nicht groß genug sei und erweitert werden müsse. In der zweiten Bauphase, die von 1342 bis 1370 dauerte, wird angebaut: Die zwei zusätzlichen Bauten sind heute als neuer Palast bekannt. Die Baustelle wird zur weltweit größten des 14. Jahrhunderts. Nach der Vollendung ist der Papstpalast doppelt so groß.

Geschichtliche Höhen und Tiefen
In den folgenden Jahren wurde zusätzliches Land gekauft, auf dem um den Papstpalast herum Gärten entstanden. Der Papstpalast wurde so nach und nach zum monumentalen Zentrum des Christentums. Insgesamt fünf Päpsten und vier Gegenpäpsten diente der Papstpalast bis zum Jahr 1430 als Amts- und Wohnsitz. Als sich das Zentrum der katholischen Kirche zurück nach Rom verlagerte, verlor der Papstpalast jedoch seine Bedeutung und erlebte schwere Zeiten. Während der Französischen Revolution wurde das reich ausgestattete Gebäude geplündert, die meisten Möbel und Wertgegenstände wurden gestohlen oder zerstört. Ab dem Jahr 1810 wurde der Papstpalast schließlich als Kaserne benutzt, weswegen die letzten übrig gebliebenen Kunstwerke sowie einige Fresken, entfernt wurden. Bis heute sind die Säle und Zimmer des Palastes fast vollständig leer. Vor einigen Jahren wurden für die Besucher einzelne Wandteppiche und Portraits mehrerer Päpste in den Räumen aufgehängt.

Der Papstpalast zwischen Mittelalter und Gotik
Der Papstpalast erstreckt sich auf einer Fläche von 15.000m² und ist heute eine der zehn meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Frankreich. Die spätmittelalterliche Fassade erinnert mit ihren dicken, hohen Mauern und den Schießscharten an eine Festung. Die Rundbögen, die in die Wände eingebaut sind, lassen jedoch den gotischen Stil erkennen, der sich im Inneren vollends entfaltet. Besucher betreten den Papstpalast durch das Champeaux-Tor, über dem zwei spitze Wehrtürme aufragen. In Avignon, einer Stadt voller kultureller Schätze, ist der Papstpalast einer der unumstrittenen Höhepunkte. Er ist neben der nahegelegenen Brücke Saint-Bénézet, die im Volkslied "Sur le pont d'Avignon" verewigt wurde, das bekannteste Bauwerk der Stadt. Über einen Wachturm sind Papstpalast und Brücke direkt miteinander verbunden.

Der Papstpalast und sein prächtiges Innenleben
Im Kontrast zum schlichten Äußeren ist der Papstpalast innen prachtvoll ausgebaut und gestaltet. In den vier Flügeln des Gebäudes gibt es unzählige verwinkelte Zimmer, Säle und Gänge. Mehr als 25 Räume, die unterschiedlich gestaltet wurden und verschiedene Funktionen hatten, sind heute für die Öffentlichkeit zugänglich. Der größte von ihnen ist der ehemals päpstliche Speisesaal, über den sich ein mächtiges Tonnengewölbe aus Holz spannt. Im Konsistoriensaal wird heute der Papstpalast als Miniaturmodell ausgestellt. Zur Zeit der Päpste wurde der große Saal für Anhörungen genutzt; hier wurde beispielsweise Birgitta von Schweden, die Gründerin des Erlöserordens, heiliggesprochen. Wichtige Orte innerhalb der Palastmauern sind die Kapellen. In der Kapelle St-Jean sind die ursprünglichen Fresken an der Decke und den oberen Mauern erhalten, auch in den Privaträumen des Papstes wie dem Schlafzimmer können die originalen Fresken besichtigt werden. Die bunten Malereien im Papstpalast zeigen zahlreiche religiöse Motive. Der einzige Raum im Papstpalast, an dem weltliche Motive zu sehen sind, ist das Hirschzimmer - die naturalistischen Fresken sind für die damalige Zeit einzigartig. Die Päpste legten Wert auf ein angenehmes Leben: Neben den prächtigen Räumen gibt es eine Dachterrasse, von der Besucher den Ausblick auf den Papstpalast und Avignon genießen können.
Quelle: SKR_Reisen

 
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