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Raketenkomplex 9K61 SCUD-A (8k11) auf dem Startfahrzeug 8U218 (5. Raketenbrigade der Nationalen Volksarmee der DDR) 1:25 extrem³

Entsprechend seinem Schwerpunkt mit riesigen sowjetischen militärischen Raketensystemen brachte der polnische Verlag Model-Kom (Nr. 1/2021, erschienen im Januar 2022) das operativ-taktische Boden-Boden-Raketenkomplex 9K61 SCUD-A (8k11) auf dem Startfahrzeug 8U218 in optionalen Kennzeichnungen der Volksarmeen von Sowjetunion, Tschechoslowakei, DDR (ein unbestimmter Fahrzeug der 5. Raketenbrigade (abgekürzt 5. RBr), des Militärbezirkes V unterstellter Truppenteil der Raketentruppen und Artillerie der Nationalen Volksarmee der DDR) oder Polen (diese wiederum in zwei Kennzeichnungsvarianten) als Extrempräzisions³-Kartonmodellbausatz im Maßstab 1:25 heraus.

Modellkonstruktion: Rafal Ciesielski, Inhaber des Verlages.

Die R-11 Semlja war eine ballistische Boden-Boden-Rakete aus der Sowjetunion. Der NATO-Codename lautet SS-1b Scud-A und im GRAU-Index wird sie 8A61 bezeichnet. Die Exportbezeichnung lautete anfänglich R-11E und später R-170. Sie gehörte zur Klasse der Kurzstreckenraketen (SRBM).


Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg entstand in der Sowjetunion ein Nachbau der Aggregat 4-Rakete (V-2) aus dem Deutschen Reich. Der Nachbau dieser R-1 genannten Rakete erfolgte im Raketenkonstruktionsbüro OKB-1 unter der Leitung von Sergei Pawlowitsch Koroljow und mit Hilfe deutscher Wissenschaftler. Von dem Modell R-1 war die Sowjetarmee nur wenig begeistert, so dass schließlich 1952 ein Regierungsbeschluss zur Entwicklung einer neuen ballistischen Rakete erfolgte. Diese neue Rakete sollte über dieselben Leistungen wie die R-1 verfügen, aber kompakter und einfacher sein und sollte über eine deutlich verbesserte Nutzlasteffektivität verfügen. Noch im selben Jahr begann man im OKB-1 mit der Entwicklung einer neuen Rakete. Zu diesem Zweck griffen die beiden Konstrukteure Koroljow und Wiktor Petrowitsch Makejew auf den Entwurf der Wasserfall-Flugabwehrrakete zurück.
Weiter kam ein Flüssigkeitsraketentriebwerk, welches von Aleksei Michailowitsch Isajew (OKB-2) entwickelt wurde zur Anwendung.

Dieses ebenfalls von der Wasserfall-Flugabwehrrakete stammende Triebwerk hatte Isajew für die Flugabwehrrakete S-25 Berkut entwickelt und wurde jetzt für die neue Rakete angepasst. Weiter kam das Steuersystem der R-1-Rakete hinzu. Der Erstflug dieser nun R-11 bezeichneten Rakete erfolgte am 18. April 1953.[3] Während der Erprobungsphase wurden während drei Kampagnen 30 Testflüge durchgeführt. Die R-11 wurde am 1. April 1958 bei der Sowjetarmee eingeführt. Die anschließende Massenproduktion erfolgte in der Raketenproduktionsfabrik SKB-385. Von der NATO bekam diese Rakete später die Bezeichnung SS-1b Scud-A.

Die R-11 war eine einstufige Rakete und kann im groben in fünf Sektionen aufgeteilt werden: Im Heck war das Raketentriebwerk vom Typ 8D511 (S2.253) untergebracht. Weiter waren in der Düse vier Strahlruder angebracht, welche mit den vier trapezförmigen Steuerflächen verbunden waren. Oberhalb des Raketentriebwerkes befand sich der Brennstofftank. Als Brennstoff wurde T-1 oder TS-1 verwendet. Dies waren Mischungen aus Kerosin und Kresol. In der nachfolgenden Sektion waren Flüssigkeitsgasgeneratoren zur Druckgasförderung für den Brennstofftank, sowie das Lenksystem untergebracht. Das Lenksystem funktionierte ähnlich wie das der A4 und bestand aus einem 8L261-Kreiselhorizont sowie einem 8L262-Kreiselvertikant. Oberhalb dieser Sektion befand sich der Tank für den Oxidator.
Dieser wurde mit AK-20, einer Mischung aus 80 % Salpetersäure und 20 % Distickstofftetroxid befüllt. Oberhalb dieses Tanks waren die Flüssigkeitsgasgeneratoren für den Oxidatortank untergebracht. Danach folgte die ogive Raketenspitze, in welcher der Sprengkopf untergebracht war. Außen am Raketenrumpf verliefen zwei Schächte für die Kabel und die Druckgasleitungen für den Oxidator. Konstruiert war der Raketenrumpf als Spantenkonstruktion mit 3–3,5 mm dicker Stahlbeplankung.

Da zum Zeitpunkt der Entwicklung der R-11 noch kein geeigneter Nuklearsprengkopf zur Verfügung stand, war die Ursprungsversion R-11 ausschließlich mit einem konventionellen Splittergefechtskopf bestückt. Dieser wog 690 kg und hatte einen Sprengstoffanteil von 540 kg Trinitrotoluol. Transportiert wurde die R-11 auf dem 8U227-Kettenfahrzeug. Dieses basierte auf der AT-T-Artilleriezugmaschine. Damit war die R-11 mobil und verlegbar. Für den Raketenstart wurde die Rakete mit einem Kran über das Fahrzeugheck, in einem vertikalen Winkel von 90° angestellt. Danach wurde sie auf den 8U22-Starttisch abgesenkt und das Kettenfahrzeug wurde weggefahren. Auf dem Starttisch wurde die Rakete mit dem Treibstoff und dem Oxidator betankt.

Dann wurde die Rakete auf das nötige Azimut gedreht und das Lenksystem wurde hochgefahren. Die Zeit für die Startvorbereitung betrug 3–3,5 Stunden. Der Raketenstart erfolgte mittels einer kabelgebundenen Bedienkonsole aus sicherer Entfernung. Das Triebwerk wurde durch das einspritzen von hypergolem "TG-02 (Tonka-250)" in die Treibstoffleitungen gestartet. TG-02 war eine Mischung aus Xylidine und Triethylamin. Das Lenksystem und das Triebwerk arbeiteten für 90–92 Sekunden. In dieser Zeit wurden durchschnittlich 7,9 kg Treibstoff sowie rund 30 kg Oxidator pro Sekunde verbrannt. Nachdem der Treibstoff aufgebraucht war erfolgte der Weiterflug steuer- und Antriebslos auf der Flugbahn einer Wurfparabel. Dabei betrug das Apogäum bis zu 78 km. Die maximale Schussdistanz von 270 km wurde in rund 5,4 Minuten zurückgelegt. Die maximale Geschwindigkeit betrug dabei 1430–1500 m/s. Das Ziel traf die R-11 mit einer mittleren Treffergenauigkeit (CEP) von 1–3 km, wobei die maximale Abweichung bei 4 km lag. Die Sprengkopfzündung erfolgte durch einen Aufschlagzünder. Die minimale Schussdistanz betrug 60 km.
Die R-11 war die Ursprungsversion, hatte eine Reichweite von 270 km und war mit einem konventionellen Splittergefechtskopf ausgerüstet. Die R-11 wurde 1958 bei der Sowjetarmee eingeführt. Der NATO-Codename lautete SS-1b Scud-A und im GRAU-Index wurde sie 8A61 bezeichnet. (danke Wikipedia!)

Eigentlich galt schon den, auch von Rafal Ciesielski entworfenen Raketenkomplex SS-1C SCUD "B" auf dem LkW MAZ-543 (Modelik-Verlag Nr. 4/2007) als eine andere Liga der Kartonmodelle damaliger Zeit. Diese Model-Kom-Produktion müsste aber wieder in einer anderen Liga spielen: Die Dimension dieses Modells legt wieder neue Maßstäbe. In diesem Modell kann volle Inneneinrichtung (Motorraum mit Motor-Modell mit E-Leitungen (auf Schablonengrundlage) und Fahrerraum (ebenfalls mit E-Leitungen) dargestellt werden – die Raddetaillierung geht bis zu den Radschrauben hin, so dass ein Antriebsrad aus etwa 60 Details besteht, extrem präzise Außenausrüstung (z.B. eine schwache Formationsleuchte besteht aus 7 Elementen), schwenkbare Abschussrampe mit dem Raketenkörper, ausziehbare Stützen der Abschussrampe…

Modelllänge: 50 cm!

Wie immer bei den Produktionen dieses Verlages, kann durch das breite Angebot an Zurüstteilen das Leben eines Modellbauers erheblich erleichtert werden:

* Ein LC-Kettensatz kann zusätzlich bestellt werden!

** Ebenfalls zusätzlich kann ein LC-Spanten-/Detailsatz bestellt werden!

*** Auch zusätzlich kann ein LC-Radsatz bestellt werden!

**** Ein Resinesatz mit Rad-Aufhängungselementen kann (auch zusätzlich) bestellt werden!

***** Ein Resinesatz mit 24 Laufrollen kann zusätzlich bestellt werden!

****** Zusätzlich kann ein Resinesatz mit 2 Antriebsrädern bestellt werden!

******* Ebenfalls zusätzlich kann ein Resinesatz mit Elementen der Abschussrampe-Konstruktion bestellt werden!

******** Ein Resinesatz mit Kettenführungszähnen kann zusätzlich bestellt werden!

Modernste Graphik und originalgetreue Farbgebung
(dunkelgrüne Hintergrund-Tarnbemalung mit optionalen Kennzeichnungselementen der Volksarmeen von Sowjetunion, Tschechoslowakei, DDR und Polen), Offsetdruck.

General-, Bauzeichnungen und Montageskizzen ergänzen polnische Bauanleitung.

Die Bilder des gebauten Modells und seiner Elemente stellen einen Probebau dar.

 
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