*Raketenwerfer Katjusza BM-13 auf Chassis Studebacker US-6 1:25

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Katjusza BM-13 & Studebacker US-6
Teile: 1005
Maßstab: 1/25
Länge: 27 cm

Immer wenn auf einem Coverbild ein Modell in einer offenen Modellbauklasse (entweder mit vielen zusätzlichen Elementen oder verspachtelt und angemalt, oder mit dicken "Abnutzungsspuren" und/oder mit Farbe künstlich "gealtert" und verdreckt wird), hat man gleich den Gedanken, ob alles mit der Passgenauigkeit stimmt und ob die "gealterte" Darstellung nicht Ungenauigkeiten der Modellkonstruktion kaschieren sollte... So ist es auch mit dem sowjetischen Raketenwerfer KATJUSZA ("Stalinorgeln") BM-13 (132mm) auf der Chassis STUDEBACKER US-6 als Kartonmodellbausatz des ukrainischen Oriel-Verlages (Nr.20) im Maßstab 1:25. Nach dem Durchschauen und vermessen von einigen Baugruppen des Bausatzes und vor allem nach dem Anblick der absolut professionell erstellten Montagezeichnungen können die Bedenken mit hoher Wahrscheinlichkeit als unbegründet betrachtet werden. In einigen Bereichen (Aufhängung der Hinterräder, Motornachbildung) liegt die Detaillierung dicht an der Grenze der Präzisions-Kartonmodellbaugrenze!

(Die andere Kartonmodell-Nachbildungen: der Katjuscha -ModelCard Nr.91-Raketenwerfer auf der Chassis der sowjetischen Zis-151 und WAK 7-7/13 auf der Chasis ZIS-6.)

Bereits im Jahre 1916 wurden von Iwan Platonowitsch Grave auf Grundlage von sog. rauchlosem Schießpulver (Vorfahr von reaktiven Geschossen) Raketengeschosse entwickelt und im Jahre als Nr.122 in Russland patentiert. Die Entwicklung der Geschosse zu einer wirksamen Waffe geriet ins Stocken und erst die Erfahrungen (und Bedarf der sowjetischen Armee) der Anfangsjahre des 2. Weltkrieges haben die Arbeiten an den Raketen BM-8 (82mm) und BM-13 (132mm) beschleunigt. Im März 1941 wurden die ersten erfolgreichen Versuche der BM-13 durchgeführt und bereits am 21.Juni 1941 wurde die Serienproduktion gestartet. Über den Bedarf der Roten Armee an derartigen Waffensystemen deutet die Tatsache, daß die ersten zwei Raketenwerfer BM-13 schon in der Nacht (bei der Komintern-Maschinenbaufabrik in Woronesh wurde rund um die Uhr gearbeitet) 29/30. Juni 1941 fertig gestellt wurden. Sie wurden ursprünglich auf den ZIS-5-Lastwagen montiert, die jedoch als nicht geeignet dafür beurteilt wurden. Weitere Exemplare des Raketenwerfers wurden auf den LkW ZIS-6 und die weiteren Bauserien der BM-13 (vor allem die Weiterentwicklung BM-13H) wurden dann auf den US-amerikanischen Wagen STUDEBACKER US-6 angebaut. Zum Einsatz kamen die Raketenwerfer am 7. Juli 1941 im Rahmen der Artellerieschen Test- und Versuchsbatterie, die aus 7 Fahrzeugen unter Leitung von Kapitän I.Fljerov bestand, bei den Kämpfen um den Eisenbahnknoten Orscha bei Minsk Der Ausbau der Waffe, die im Truppenjargon bei der Roten Armee den Spitznamen KATJUSHA (als Abkürzung der Fachbezeichnung der Geschosse - Kostikova abtomatitscheskij termitnyj) und bei den deutschen Einheiten "Stalinorgel" (wegen seines ohrenbetäubenden Pfeifen beim Start und bei dem gesamten Flug der einzelnen Raketenkörper, die in kurzen Abständen zu 16 gezündet wurden) bekam, ging blitzschnell und bereits am 8. August 1941 wurden 8 Regimenter mit je 36 Fahrzeugen mit Raketenstartern BM-13 in Dienst gestellt. Bis Ende des 2. Weltkrieges wurde das Waffensystem etwa 1300 mal gebaut. Durch ihre Reichweite von etwa 5 km, hohe Wirksamkeit und Mobilität, sowie psychologische Wirkung des lauten und konzentrierten Beschusses galten die KATJUSCHAS als eine von Stalins "Wunderwaffen" und unterlagen bis zum Kriegsende einer möglichen Geheimhaltung und Schutz vor einer eventuellen Übernahme durch feindliche Einheiten -alle Fahrzeuge waren mit einem Explosionskasten mit einer Fernsteuerung ausgestattet und die Besatzungen unterlagen einem strengen Befehl, die Fahrzeuge zu zerstören, bevor sie in die Hände des Feindes fielen... Die BM-8 und BM-13 fanden auch nach dem Krieg ihre Weiterentwicklung in den komplexen Standardmehrfachraketen BM-21, BM-24 und BM-27, die ihre Projektile von 220mm alle 5min bis zu einer Reichweite von 40km abschießen können ...und in mehreren Konflikten des Nahen Ostens eingesetzt wurden...

1005 Elemente auf 14 Bögen 21x30cm ermöglichen die Nachbildung von: Führerhauseinrichtung, Fahrerhaustüren und Motorhaube, die als geschlossen oder geöffnet (oder aber, nach Erstellung von Scharnieren aus Eigenmitteln, als bewegbar) dargestellt werden können; Fahrgestell mit kompletter Darstellung des Fahrzeugrahmens, Kraftübertragung des Allradfahrzeuges mit Kardanwellen, detaillierten Antriebsachsen; drehbarer Aufhängung jedes einzelnen Rades auf Blattfedern, die aus einzelnen Blättern bestehen; Radreifen mit Laufflächen als getrennte Elemente (die bei sorgfältiger Verarbeitung und der Retusche aller sichtbaren Ränder einen unvergleichlich plastischen Eindruck der Reifen vermitteln); detaillierte Motornachbildung (mit Motorblock, Auspuffsammelrohren, Luftfilter, Lichtmaschine, Ventilator der Kühlung, Kühler, Leitung der Kühlwasser, separaten Verkleidungskappen der Zündkerzen...), Auspuffleitung, Treibstofftank, Fahrzeugbeleuchtung, Anhängerkupplung, Außenspiegel, markanter Steinschlagschutz der Motorhaube und der Scheinwerfer hinter der vorderen Stoßstange, Abschussrampe, die mit 16 Raketen bestückt ist...

Moderne Computergraphik und gute Farbgebung (Bemalung der Roten Armee, Sonderaufschriften auf beiden Türen des Fahrerhauses "Tod den Faschisten!").

Farb-, s/w-Fotos eines gebauten Modells, zahlreiche General- und Bauzeichnungen in sehr professioneller Art, sowie Detailskizzen ergänzen die russische, polnische, englische und deutsche Bauanleitung!

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