rumänisches Verbindungs- und Beobachtungsflugzeug RWD-14b Czapla 1:33 extrem

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Polnisches Beobachtungs- und Verbindungsflugzeug LWS 14b (RWD-14b) Czapla (Reiher) in der Darstellung des Flugzeuges mit der Seitennummer 37 einer unbestimmten Einheit Rumänischer Luftwaffe aus dem Jahre 1939 als Extrempräzisions-Kartonmodellbausatz des MP-Verlages Nr. 72- 10/2021 im Maßstab 1:33.

Modellkonstruktion: Marek Pacynski, Graphik: Marcin Dworzecki!

Während des dynamischen Aufbaus der polnischen Luftstreitkräfte in den 1920ern, kurz nach dem Wiederherstellen der Republik Polen, hielt die Führung der Luftwaffe fest an den französischen Militärdoktrinen, die zu dem Zeitpunkt als eine der besten auf der Welt galten.

Obwohl Frankreich in den 1930ern eine gewisse Krise bei der Entwicklung ihrer eigenen Luftfahrtindustrie und ausgerechnet der militärischen Dogmen im Bereich der Luftstreitkräfte erlebte, galt es paradoxerweise für viele europäische Länder als (immer noch) einer der größten Gewinner des 1. Welkrieges, eine Militärgroßmacht und ein Vorbild in Sachen der Entwicklung von Militärlehren. Der Glaube an französische Omnipotenz in militärischen Theorien war bei der polnischen Militärführung besonders stark ausgeprägt, sodass ihre Konzeptionen meistens äußerst kurzfristig und kritiklos 1:1 für polnische Verhältnisse übernommen wurden.

Eine von solchen Konzeptionen, die in dem Land ihrer Entstehung nie vollzogen wurde, war die französische Theorie der Geleit-Luftstreitkräfte. Zu Aufgaben der Geleitkräfte gehörten: eine Zusammenarbeit mit der Infanterie, Artillerie und Kavallerie, die Gewährleistung der Verbindung zwischen den einzelnen Einheiten und die Aufklärungsaufgaben auf der ersten und auf der zweiten Frontlinie. Entsprechend ihrem Namen sollten die Geschwader die Heereinheiten bei allen ihren Aufgaben und Bewegungen begleiten. Eine Kampfeinheit der Geleit-Luftstreitkräfte bildeten Züge, die über 3 bis 6 Flugzeuge verfügten. Die Geleit-Fliegerei bestand im Rahmen der Polnischen Luftwaffe zwischen 1921 und 1939, kurz vorm Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde ihr Name gegen Aufklärungsfliegerei gewechselt. Zum Zeitpunkt des Kriegsausbruches gab es 12 Aufklärungs-Eskader.

Entsprechend der Doktrin wurde im Jahre 1934 eine Ausschreibung für ein Geleitflugzeug durch das Luftdepartement des polnischen Verteidigungsministeriums veröffentlicht, wonach eine solche Konstruktion folgend charakterisiert war: geringes Gewicht; Fähigkeit auf Feldlandeplätzen, gar auf Feldern zu landen; eine möglichst kleine Landerollstrecke und Startstrecke; zusammenklappbare Tragflächen, die ermöglichen sollten, das Flugzeug durch ein 2,5x2,8m-Tor (z.B. Scheunen als Versteck) durchfahren zu lassen; eine Fähigkeit, in einem zusammengeklappten Zustand hinter einem Fahrzeug auf eigenen Rädern geschleppt zu werden; Waffen- und Funkausrüstung.

Die Ausschreibung für die Nachfolge der veralteten R-XIII und PZL L-2 gewann die RWD-14. Der erste Prototyp des Parasolflugzeuges mit den nach hinten klappbaren Tragflächen und einem Triebwerk Pratt-Whitney Wasp (mit 400 PS) wurde Ende 1935 erstbeflogen, weitere Werksversuche und Testflüge wurden bis Mitte, dann bis Herbst 1936 verlängert, da das Flugzeug in der Praxis schlechtere Leistungen als in der Theorie angenommen zeigte. Die Konstruktion wurde modifiziert, indem einige technische Lösung überarbeitet und Stoffe/Materialien ausgetauscht wurden.
Um die Jahreswende 1936/37 wurde ein 2., kurz danach auch ein 3. Prototyp erstellt. Bei einem Testflug am 10. April 1937 konnte der Pilot die RWD-14a aus einem Sturzflug nicht hinausführen und musste sich mit einem Fallschirm retten, das gleiche geschah kurz danach mit dem 3. Prototyp RWD-14/III, der auch verloren ging...

Als Ursache stellte sich eine Verformung des Rumpftragwerkes dar, die bei höheren Geschwindigkeiten auftrat und eine Verklemmung des Steuerungshebels verursachte, die wiederum die Leitwerke blockierten. Im Herbst 1937 wurde ein 4. Prototyp RWD-14b gebaut, in dem diese Fehler behoben wurden, die Entwicklungsarbeiten wurden aber bis dahin um etwa 2 Jahre verzögert.
Anfang 1938 begann bei den LWS-Werken in Lublin endlich die Serienproduktion (als Lizenz der Fa. RWD) der durch die lange Erprobungszeit veralteten Flugzeugkonstruktion, die nun als ein Übergangsmodell vor der Indienststellung der modernen LWS-3 MEWA (Möwe) betrachtet wurde. Knapp über einen Jahr lang dauerte die Produktion des Flugzeuges und wurde mit dem 65. Exemplar beendet, da inzwischen die LWS MEWA fertigungsbereit war und ab August 1939 tatsächlich in Serie ging.

Die RWD-14b, nun als LWS-14b CZAPLA trafen bei den Einheiten zur Jahreswende 1938/39 ein, im August 1939 wurden sie von den Geschwadern den Befehlshabern den einzelnen Armeen als Verbindungsflugzeuge zur Verfügung gestellt. Bis zum Kriegsanfang wurden die Flugzeuge zusammen mit den Lublin R-XIII und RWD-8 für Aufklärungs-, Verbindungs-, aber auch Nahkampfeinsätze verwendet. Die meisten LWS CZAPLA wurden bei den Kampfhandlungen zerstört, z.T. von eigener Flakartillerie abgeschossen, nur 11 bis 16 (entsprechend verschiedener Quellen) Flugzeuge wurden nach Rumänien und 1 nach Ungarn evakuiert, einige wurden durch die Deutschen, einige durch die Sowjets erbeutet.

Obwohl in Polen das Flugzeug einen hohen Bekanntheitsgrad genießt, gilt die Konstruktion als „geheimnisvoll“, da bis heute kaum ikonographische und schriftliche Überlieferungen, geschweige denn technische Dokumentationen der RWD-14b erhalten blieben. Ein strenges Verbot vom Fotografieren von militärischen Geräten, das ab der Wende 1938/39 in Polen galt, verursachte, dass es kaum Prototypbilder, nur einige wenige Abbildungen von den während der Kriegshandlungen zerstörten CZAPLA und 2 bis 3 Bilder der in Rumänien benutzen Flugzeuge gibt….

Technische Daten:
Eigen-/Gesamtgewicht: 1225 / 1700 kg;
max./min. Geschwindigkeit: 247 / 80 km/h;
Dienstgipfelhöhe: 5100m;
Reichweite: 675 km;
Startstrecke: 140 m;
Landerollstrecke: 120m;
Bewaffnung: ein bewegbares 7,7 mm -Maschinengewehr Vickers F (mit 388 Stück Patronen) in einer Scarff-Ringlafette des Beobachters + ein starres 7,7mm-Maschinengewehr wz.33 (mit 500 Stück Patronen) des Piloten, das synchronisiert durch den rotierenden Propeller feuerte + Beleuchtungskerzen-Werfer an der Spitze des rechten Flügels.

In diesem Modell können u.a. folgende Baugruppen nachbildet werden: extrem detaillierte Beobachtungs-/Schießstand- und Cockpiteinrichtung (mit Nachbildung der Fachwerkkonstruktion und einiger Kabelleitungen des Rumpfinneren, obligatorische Sicherheitsgurte des Piloten und des Beobachters, extrem detaillierte Nachbildung des drehbaren und schwenkbaren 7,7mm-Maschinengewehrs Vickers F, Ersatzmagazine, 5-teiliger Kompass…); drehbarer Propeller, akribisch dargestellte Zylinder des Triebwerkes; Auspuffsammelrohre; ; durchsichtige Windschutzscheiben auf Schablonengrundlage, starres Fahrgestell, Stössel der Leitflächen, die alle als separat entworfen wurden, Ankerseile, Steuerzüge der Steuerelemente des Leitwerkes...

* Ein LC-Spanten-/Radsatz kann zusätzlich bestellt werden!

Obwohl für die älteren stoffbespannten Flugzeuge die rauhe, "moosige" Kartonsorte der früheren MM-Verlag und auch Design-Verlag-Produktionen der Czapla ausgesprochen passend erscheinen, wirkt die moderne Graphik dieses auch überzeugend! Eine matte Kartonsorte mit geschmackvoll dargestellten Schattierungen, die die Unebenheiten der Stoffbespannung des Rumpfes und der Tragflächen imitieren, alles in dezent gealterter Farbgebung. Darüber hinaus das übliche: dunkelgrüne von oben und hellblaue von unten Tarnbemalung der rumänischen Luftwaffe der Zwischenkriegszeit, Hoheitszeichen, rumänische Staatsfarben auf dem Seitenleitwerk …Offsetdruck.

Generalzeichnungen und Montageskizzen ergänzen polnische Bauanleitung.
 
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