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Floss (optional: mit Segel und/oder mit bedeckter Hütte) 1:25

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Eine kleine aber konstruktionsmäßig und graphisch sorgfältig entworfene Produktion des Swiat-z-Kartonu -Verlages (Nr.030): Floß in drei optionalen Versionen: einfach, mit Segel oder mit Segel und einer bedeckten Hütte als Kartonmodellbausatz im Maßstab 1:25.

Modellentwurf: Marek Dworaczek.

Als Floß bezeichnet man ein einfaches Wasserfahrzeug zur Beförderung von Lebewesen oder Material, das aus schwimmenden Materialien (aller Art) zusammengesetzt ist.

Das Floß besitzt keinen Rumpf und wird beim Flößen meistens durch die Strömung eines Flusses angetrieben. Üblicherweise haben vor allem auf großen Binnengewässern eingesetzte Flöße die Form einer Platte ohne nennenswerte Aufbauten. Lokal kommt beim Floßbau Holz (wie Balsaholz) in Form ganzer Stämme, Binsen, Schilf oder Fässer zum Einsatz.
Eventuell vorhandene Antriebe an Bord einen Floßes (Paddel, Riemen, Motoren, Segel, Stake usw.) dienen meist nur dazu, es in der Strömung zu steuern oder zu halten, und nur selten dazu, das Floß voranzutreiben. Zweck eines Floßes kann es sein, gefällte Baumstämme geordnet zu transportieren.

Ältere Flöße sind kaum zu finden. Ein wikingerzeitliches Floß fand man auf dem Elisenhof bei Tönning. Das berühmteste Floß der Weltgeschichte ist jenes, das aus Teilen der Fregatte "La Méduse" gebaut wurde. Sie war 1816 vor der Küste Senegals gesunken. Die Abschleppseile zwischen den von Privilegierten besetzten Rettungsbooten und dem 8 x 15 Meter großen Floß wurden gekappt. Von den 149 Menschen auf dem Floß überlebten nur 15. Das Ereignis führte zu einem großen politischen Skandal und beeinflusste Théodore Géricault bei seinem berühmten Gemälde „Le radeau de la Méduse“ – Das Floß der Medusa (Gemälde) und Das Floß der Medusa (Film).
Das laut dem Guinness Buch der Rekorde weltweit größte Floß wurde am 29. August 2009 in Potsdam gebaut. Es bestand aus 66 Einzelflößen, trug 303 Personen und war 594 m² groß. Die 3x3 Meter großen Einzelflöße wurden aus jeweils 5 Bohlen, 13 Brettern und 5 Seilen gebaut. Als Auftrieb dienten jeweils 8 LKW- Schläuche. Initiator dieser Aktion war der brandenburgische RBB- Radiosender „Radioeins“ und der Veranstalter Teamgeist GmbH.

Ein Floß aus Peru unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem, was Europäer unter einem Floß verstehen.
Die Küstenindianer Perus verwendeten Flöße für den Transport schwerer Lasten über weite Strecken auf dem Meer. Waren bis zu einem Gewicht von 30 Tonnen und bis zu 20 Seeleute sowie deren Verpflegung konnten die gesamte Küste Perus – rund 2500 Kilometer – und mindestens bis nach Nordecuador befördert werden. Die Länge eines Floßes betrug bis zu 30 Meter, die Breite bis zu zehn Meter.
Baumaterial ist frisch geschlagenes Balsaholz, der Saft im Baumstamm verhindert das Eindringen von Seewasser und hält es so ca. zwei Jahre schwimmfähig. Ein Floß besteht in der Regel aus fünf, sieben, neun oder elf Baumstämmen, in der Mitte der längste, nach außen immer kürzer werdend. Zusätzlich sind sie abgeschrägt um den Wasserwiderstand zu verringern.
Die Stämme werden durch Querbalken zusammengehalten. In eingekerbten Ringen um das Holz verlaufen die Taue, die sie verbinden. Auf dem Schwimmkörper befindet sich eine erhöhte Plattform, die eine bedeckte Hütte mit einem oder mehreren Räumen trägt. Am Ende des Floßes ist eine offene Feuerstelle.
Zur Fortbewegung und Steuerung dienen ein Zweibeinmast mit Segel und Takelage, sowie bis zu neun Guaras (Steckschwerter). Das richtige Zusammenspiel von Segel und Guaras ermöglicht alle Schiffsmanöver, einschließlich das Kreuzen gegen den Wind.
Noch bis 1900 gab es in Peru wichtige Balsafloßhäfen. 1947 gelang es Thor Heyerdahl, mit einem nachgebauten Floß dieser Bauart, genannt Kon-Tiki, den Pazifik zu überqueren.
Ein Floß mit Besegelung und zusätzlich einem absenkbaren Schwert ist auch die Jangada, ein hochseetüchtiger Fahrzeugtyp von Fischern in Nordost-Brasilien.

Dass man mit Flößen auch größte Entfernungen auf hoher See überwinden kann, bewies 1947 Thor Heyerdahl, der mit dem besegelten Floß Kon-Tiki aus Balsabaumholz in einer dreimonatigen Fahrt von Callao in Peru 7800 Kilometer über den Pazifik trieb und segelte. Heyerdahl erreichte nach drei Monaten das Raroia-Atoll östlich von Tahiti und bewies damit seine These, dass eine prähistorische Besiedlung der Südseeinseln von Amerika aus möglich gewesen wäre. (Genetische Untersuchungen zeigen aber inzwischen, dass die Besiedlung von Asien aus erfolgte.)
Heyerdahl ist Wiederentdecker der vergessenen Kunst, ein Floß perfekt steuern zu können. Nur Küstenindianer Südamerikas haben diese Technik entwickelt, in Europa ist diese Art der Steuerung unbekannt. Mit Hilfe von Segeln und Guaras (Steckschwertern) ist es möglich, sämtliche Richtungs- und Wendemanöver auszuführen und auch gegen den Wind zu kreuzen (vor Ecuador 1953).

In Europa werden Flöße seit dem Ende der gewerblichen Holzbeförderung lediglich im Tourismus verwendet. Die bekannteste deutsche Floßstrecke in diesem Zusammenhang führt von Wolfratshausen auf der Isar zum Floßkanal in München-Thalkirchen. Für diesen Zweck werden die Flöße mit Musikkapelle, Sitzgelegenheiten, Bewirtungsmöglichkeit mit Bier und Brotzeit und auch einer einfachen Bordtoilette ausgestattet.
Die heute wohl bekannteste und häufig genutzte Form des Floßes ist das Raft, mit dem man sich einen Wildwasserfluss hinabstürzt.
Um ein einfaches Floß zu bauen, benutzt man dicke Stämme für den Auftrieb und dünne Hölzer zur Stabilisierung. Mit Leinen verbindet man die Hölzer miteinander. Bester Knoten zum Verbinden ist der Webeleinstek.
Das Bauen von Flößen wird im Rahmen von Teamentwicklungen und Outdoortrainings benutzt, um gruppendynamische Prozesse anzuregen. In vielen Seen dienen Badflöße als Spielgerät und Ruhemöglichkeit.
In dem von Mark Twain veröffentlichten Buch Die Abenteuer des Huckleberry Finn finden die beiden Protagonisten eines Nachts ein Floß und benutzen es für ihre große Reise auf dem Mississippi.
(danke Wikipedia!)

Modelllänge/-breite/-höhe: 21 /23 / 25 cm!

Originaltreu abgebildete Holzflächen und Geflecht der Hütte, farbenfrohe (aber nicht zu bunte!) Farbgebung, sorgfältige Graphik.

Montagezeichnungen ergänzen polnische und englische Bauanleitung.

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