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Langstrecken-Jagdflugzeug Lockheed P-38J Lightning der USAAF (1944) 1:50

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Langstrecken-Jagdflugzeug  Lockheed P-38J Lightning (Darstellung des Flugzeuges mit der Kennzeichnung E-LC der 347. Fighter Squadron, 56. Fightergroup der USAAF, geflogen von Leutnant James M. Morris „Slick“, Großbritannien, 1944) als Kartonmodellbausatz des WiR-Verlages (Band KEL, Nr.90) im Maßstab 1:50.

Modellentwurf: Marek Pacynski.
 
Die P-38 LIGHTNING (Blitz) - eine der interessantesten und zum Anfang umstrittensten Serien-Flugzeuge des Zweiten Weltkrieges.

Als Ergebnis einer Ausschreibung des USAAC von 1937 über ein schnelles, einsitziges und für Höhenflüge geeignetes Jagdflugzeug entstand bei dem Konstruktionsteam unter Anleitung von Ing. Hall L. Hibbard der Fa. Lockheed das unkonventionelle Flugzeug.
Da die Ausschreibung weder die Anzahl der Triebwerke, noch die Form der Zelle bestimmte, hat man bei Lockheed, um den hohen Anforderungen der Ausschreibung gerecht zu werden, zwei Triebwerke mit Turboladern eingesetzt und eine untypische Zwillingsrumpfform entworfen. Die zwei Rümpfe boten zusätzliche Vorteile, wie mehr Raum für die Torboladervorrichtungen, leistungsfähige Kühlsysteme, große Triebstofftanks, stabiles Fahrgestell und eine Möglichkeit der überdurchschnittlichen Waffenkonzentration im vorderen Rumpfbereich, die sog. "dense of fire" (Feuerdichte).

Außerdem überzeugte die untypische Zwillingsrumpfkonstruktion wegen der Längs- und Querstabilisation. Eine Neuheit der Konstruktion stellte auch die gegenläufige Drehrichtung der Dreiblatt-Propeller dar, die sich auch positiv auf die Flugstabilität auswirkte... zu dem Zweck wurde speziell eine Triebwerkversion Allison V-1710-II/15 mit entgegengesetzter Drehrichtung entworfen.
Obwohl der Prototyp bei einem Testflug nach 12 Flugstunden verloren ging, wurde das USAAC überzeugt, daß diese Maschine die Anforderungen nach einem Hochleistungsjäger erbringt. Die Rollversuche und der Jungfernflug des Vorserienjägers XP-38 fanden im Januar 1939 statt und noch in dem Jahr wurden 66 Maschinen, nun als Lockheed P-38 LIGHTNING an die Einheiten geliefert.
Wie jede neue (und avantgardistische!) Konstruktion, wurde die Lightning zahlreichen Änderungen und Modernisierungen unterzogen, u.a. wurde sie mit immer stärkeren Triebwerken (allerdings immer noch der Fa. ALLISON) ausgestattet, die Propellerdrehrichtung wurde in eine äußere Rotation umgeändert, Vibrationen des Leitwerkes wurden beseitigt, eine Bepanzerung des Cockpits wurde eingebaut, die Bewaffnung und die Kühlsysteme wurden modernisiert, die Treibstofftanks wurden zu selbstdichtenden Körpern umgerüstet... und die Lightning bekam im Laufe dessen neue Kennzeichnungen: P-38A, D, E, F, F-15, G, H, J, K, L, L-5, M, TP-38L, F-4-1, F-4A-1, F-5A, F-5B, F-5C, F-5E, F-5F-3, F-5G-6 (insgesamt 24 Versionen und Modelle!) und wurde in einer Gesamtanzahl von knapp 10 000 Stück gebaut.

Zu den stärksten Seiten der Konstruktion gehörten in erster Reihe die hohe Geschwindigkeit (sowie des horizontalen, als auch des Aufstiegsfluges), große Reichweite und Tragfähigkeit, aber auch die Stärke der Feuerkraft und die Fähigkeit, auf Dienstgipfelhöhen von über 12 000m zu operieren, wo sie fast alle einmotorigen Jäger mit ihren Flugeigenschaften schlug. Die Vorteile der P-38 führten dazu, daß das Flugzeug in einem breiten Einsatzspektrum verwendet wurde: Abfangjäger (sowie für die Tag-, als auch Nachtflüge -mit einer Radaranlage), Jagdbomber, Aufklärer, Zielsuche- und -markierungsflugzeug (sog. pathfinder), Torpedoflugzeug... Eine der bekanntesten Operationen der P-38 Lightning stellte der Abschuß des japanischen Flugzeuges mit Admiral Yamamoto dar, was in einer Entfernung von etwa 860 km vom Stützpunkt Guadalcanal im April 1943 stattfand...

Technische Daten der P-38L-Version: Leergewicht: 6200kg; Startgewicht: 9798 kg; Höchstgeschwindigkeit: 666 km/h; Dienstgipfelhöhe: 13410m; Einsatzreichweite: 4184 km, Bewaffnung: 1x 20mm-Bordkanone Hispano M2(C); 4x 14,7mm-Maschinengewehre Colt-Browning, Bombenlast von bis zu 1824 kg; Besatzung: 1 Mann.


Modellspannweite: 32 cm!

Feine Graphik und frische Farbgebung (Tarnbemalung der USAAF, Hoheitsabzeichen, Sonderzeichnung des Piloten „My Dad“ auf der Flugzeugnase).

Übersichtliche Bauzeichnungen und Montageskizzen ergänzen polnische Bauanleitung.

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