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Raddampfer-Flusskanonenboot USS Indianola (1862) 1:200

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Eine aus heutiger Sicht bizarre Schiffskonstruktion: Raddampfer-Flusskanonenboot USS Indianola aus dem Jahr 1862 als Extrempräzisions-Kartonmodellbausatz des Oriel-Verlages (Nr. 263) im Maßstab 1:200.

Modellkonstruktion: Alexander Kustov.

USS Indianola ist ein amerikanisches Fluss-Kanonenboot der Union Navy während des amerikanischen Bürgerkriegs , diente auf dem Mississippi im Januar-Februar 1863.

Die "Indianola" gehörte drei ähnlichen Fluss-Kanonenbooten mit einem kleinen Tiefgang, die 1862 vom US-Kriegsministerium in der Werft Joseph Brown Yard in Cincinnati , Ohio, für den Kampfauf dem Mississippi und seinen Nebenflüssen geordert wurden (die anderen hießen " Chillicothe" und "Tuscumbia ").

Alle drei waren Holzkonstruktionen mit Seitenradantrieb, mit Paddelrädern in großen, geschlossenen Trommeln in der Nähe des Hecks, aber der zusätzliche Antrieb von "Indianola" und "Tuscumbia" bestand aus zwei Schiffschrauben. An Bord dieser Schiffe befand sich im Bugbereich eine breite und kurze gepanzerte Kasematte mit schrägen Wänden. Die "Indianola" hatte zwischen der Kasematte und den Schaufelrädern einen leichten zweistöckigen Überbau, in dem die Quartiere für die Besatzung untergebracht waren. Aufgrund der schlechten Bewaffnung des Schiffes befahl Konteradmiral David Porter Ende 1862, am Heck eine zweite Kasematte zu bauen, in der zwei Kanonen zwischen den Schaufelrädern untergebracht waren, ähnlich wie bei der "Tuscumbia".

Eine Skizze aus dieser Zeit zeigt, dass gleichzeitig die Verkleidungen der Schaufelnräder seitlich teilweise gepanzert wurden. Die Baukosten beliefen sich auf etwa 182.000 Dollar. Der Name der Einheit stammt von einer der amerikanischen Städte .


Die Hauptwaffen waren zwei Dahlgren-Kanonen 11-Zoll (279 mm) mit glattem Lauf, die durch die Schießstände an der Vorderseite der Kasematte, bzw. an ihren Seiten (eine) feuern konnten. Während des Umbaus wurden noch zwei 9-Zoll (229 mm) Dahlgren-Glattrohrpistolen in die hintere Kasematte eingesetzt und schossen in Richtung des Hecks. Zusätzlich wurde das Schiff mit einem Rammsporn ausgerüstet.
Die Panzerung der Kasematte bestand aus 76 mm (3 Zoll) dicken Eisenplatten auf einem 30 cm (12 Zoll) dicken Holzsockel. Darüber hinaus wurden die Seiten durch eine 30 cm dicke Struktur, die als "Faschine" definiert wurde geschützt und mit darauf liegenden 50 mm (2 Zoll) Eisenplatten abgedeckt. Das Deck wurde mit 25 mm (1 Zoll) Panzerplatten bedeckt.


Der kombinierte Antrieb des Schiffes bestand aus zwei Flügelrädern, die von Dampfmaschinen mit Kolbenabmessungen von etwa 61 x 183 cm (24 x 72 Zoll) angetrieben wurden und zwei Vierkopf-Schiffsschrauben mit einem Durchmesser von 180 mm (6 Fuß), die wiederum von zwei Maschinen mit Kolbenabmessungen von 46 x 71 cm (18 × 28 Zoll) angetrieben wurden. Der Dampf wurde in fünf Kesseln erzeugt, von denen die Abgase vor zwei nebeneinander angeordneten hohen Schornsteinen abgelassen wurden, die typisch für amerikanische Flussschiffe waren.

Alle drei Kanonenboote waren Konstruktionen von James Browns (einigen Quellen zufolge, basierend auf den Entwürfen von Naval Samuel Hartt) und wurden als nicht sehr erfolgreich angesehen, obwohl "Indianola" wahrscheinlich die beste von ihnen war, allerdings der rasche Verlust dieses Schiffes keine vollständige Bewertung zuließ. Die Kosten aller drei Schiffe lagen jedoch nur geringfügig über den Kosten eines Monitors.

Noch vor dem Stapellauf am 4. September 1862 wurde das unfertige Schiff am 2. September 1862 von Brigadier General Lewis Wallace, dem Befehlshaber der US-Armee übernommen, um dem erwarteten Angriff  der Konföderierten unter dem Kommando von Edmund Kirby Smith auf Cinncinati entgegenzuwirken. Zu dem Kommandeut der „Indianola“ wurde der Acting Master Edward Shaw am 18. September ernannt, und das Schiff wurde am 23. Oktober als dienstfähig befunden, obwohl es zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig fertiggestellt war.
Der Angriff der Konföderation fand jedoch nicht statt. Nach der Fertigstellung wurde die "Indianola" schließlich am 14. Januar 1863 in Dienst bei Westflottille der Kanonenboote aufgenommen, der inzwischen der US-Marine unterstellt wurde. Das Kanonenboot ist am 23. Januar 1863 in Cairo eingetroffen und schloss sich der Flottille an.

Der Konteradmiral David Porter beschloss kurz danach, den "Indianola" auf den Mississippi auf die Gebiete der Konföderierten zu schicken, um die Mündung der Red River zu blockieren, wodurch die Gegner ihren Nachschub und Versorgung erhielten. Der erste Kampf der "Indianola" fand in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1863 statt, als es dem Schiff gelang, die Verteidigung von Vicksburg zu passieren, obwohl es von Küstenbatterien beschossen wurde. Am 16. Februar wurde ein konföderiertes Rammdampfer die CSS "Webb" gesichtet, das jedoch die Auseinandersetzung vermieden hat. In dem Nebel wurde die Verfolgungsjagd abgebrochen. Bis zum 21. Februar patrouillierte die "Indianola" an der Mündung der Red River, kehrte dann stromaufwärts zurück und schleppte dabei zwei Flusskähne mit Kohle. Am 24. Februar wurde die "Indianola" in der Nähe von Carthage, etwa 30 Meilen südlich von Vicksburg, die mit zwei Kohlekähnen am Tau auf Anker lag, von der CSS "Queen of the West " (erbeutetes Unionsschiff, das zuvor an die Mündung des Red River geschickt wurde), die CSS "Webb" und ein kleines Kanonenboot "Dr. Beatty" angegriffen. Siebenmal wurde sie im Nahkampf durch die gegnerischen Einheiten gerammt. Die „Indianola“ sank in die Untiefen, und ihr Kapitän ergab die Besatzung. Ein Mann starb vom dem Feuer der Angreifer, einer wurde verwundet, während die Angreifer zwei getötet und drei verwundete zu beklagen hatten.

Die Konföderierten erbeuteten das beschädigte Schiff und begannen, es an Ort und Stelle zu instand zu setzen. Um zu verhindern, dass ein gepanzertes Schiff in den Dienst des Südens eingesetzt wird, schickte Konteradmiral David Porter einen Flusskahn, der zu einem Monitor nur äußerlich umgestaltet wurde. Die Täuschung verlief erfolgreich, und die Konföderierten sprengten am 4. März 1863 auf der Nachricht von der Anwesenheit des Panzerschiffes die noch unbewegliche "Indianola" in die Luft.

Nach der Eroberung des Gebiets durch die Union war es geplant, das Schiff wiederaufzubauen, dessen Rumpf und Maschinen in gutem Zustand waren; diesmal mit einer langen Kasematte mit acht Kanonen in der Seitenbatterie. Diese Pläne wurden jedoch verworfen und das Wrack wurde am 29. November 1895 für 3.000 Dollar verkauft.
(danke Wikipedia!)

Modelllänge: knapp 27 cm!

Wie bei allen sonstigen Modellkonstruktionen von Alexander Kustov, ist die Detaillierung besonders tiefgehend und besteht ausschließlich aus Papierelementen – auf Schablonenelemente hat man weitestgehend verzichtet. Das Modell kann wahlweise als Vollrumpf- oder Wasserlinienmodell gebaut werden.


* Ein LC-Spantensatz kann zusätzlich bestellt werden!

Modernste Computergraphik und originalgetreue Farbgebung (braun-rotes Unterwasserschiff, dunkelgraue Borde, gute Darstellung des hölzernen Decks und sonstigen Elemente aus Holz), Offsetdruck.

General- und Montagezeichnungen ergänzen russische, polnische, englische und deutsche  Bauanleitung.

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