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ukrainische Trägerrakete Zenit 3SL "Sea Launch" (2005) 1:33 (Modellhöhe über 180cm!)

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Gigantisches Kartonmodell mit einer Höhe von über 180 cm und einer guten Detaillierung: ukrainische Trägerrakete Zenit 3SL "Sea Launch" aus dem Jahr 2005 als Präzisions-Kartonmodellbausatz des YG-Model-Verlages Nr.59 im Maßstab 1:33.

Modellentwurf: Leonid Tscherkaschkin.

Die Zenit (ukrainisch Зеніт; russisch Зени́т) ist eine ukrainische Trägerrakete und wurde in den Jahren 1976 bis 1985 ursprünglich als Erststufe für die Energija-Rakete entwickelt – in einer einstufigen Variante als Booster mit dem Namen Zenit-1 –, kam aber gleichzeitig wie diese, ausgestattet mit einer Oberstufe, als selbstständige Trägerrakete zum Einsatz.

Sie wird größtenteils in Dnepropetrowsk in der Ukraine gefertigt und gilt daher seit dem Zerfall der Sowjetunion als ukrainisch, während einige wichtige Komponenten, wie die Triebwerke der ersten Stufe, in Russland hergestellt werden. Sie wird bis heute von Russland zum Starten von militärischen und Erderkundungssatelliten genutzt, soll aber in Zukunft von der rein russischen Angara-Rakete abgelöst werden.

Zenit ist die derzeit technologisch fortschrittlichste Trägerrakete, die Russland und der Ukraine zur Verfügung steht. Auch weltweit gilt sie als eine der modernsten, so verwenden die neuen US-amerikanischen Atlas-Raketen ein von der Zenit abgeleitetes RD-180-Haupttriebwerk.
Zenit-3 ist eine dreistufige Ausführung der Zenit, die zum Aussetzen von Satelliten in die Geostationäre Transferbahn (GTO) genutzt wird. Das Unternehmen Sea Launch setzt die dreistufige Zenit-3SL-Rakete ein, wobei das Kürzel SL für Sea Launch steht. Als Startplatz wird eine schwimmende umgebaute Bohrplattform verwendet, die zum Start Position in der Nähe von Kiritimati bezieht. Durch die Nähe des Startplatzes zum Äquator steigt die Nutzlastkapazität der Rakete im Vergleich zu Baikonur, so dass eine Zenit-3SL bis zu 6 t schwere Satelliten in den Geotransferorbit bringen kann. Die ersten zwei Stufen der Rakete sind bis auf einige kleine Modifikationen mit denen einer Zenit-2 identisch. Als dritte Stufe wird das von dem russischen Unternehmen RKK Energija gebaute Block DM-SL verwendet, das auf dem Blok DM der Proton-Rakete basiert, jedoch mit LOX/Kerosin andere Treibstoffe verwendet. Die Nutzlastkapazität für die geostationäre Transferbahn betrug anfangs 5.250 kg und konnte durch einige Modifikationen auf 6.066 kg erhöht werden. Dabei wurden Triebwerke modifiziert (insbesondere das Triebwerk des Blocks DM-SL), die Treibstoffzuladung aller drei Stufen erhöht und gleichzeitig die Leermasse der Stufen gesenkt. Die neue Rakete (ohne die Drittstufe) wird auch oft Zenit-2S genannt.

Der Erstflug der Zenit-3SL mit einem Dummy-Satelliten fand 28. März 1999 statt, der erste kommerzielle Flug folgte noch im selben Jahr. Insgesamt absolvierte Zenit-3SL bisher 30 Einsätze, wobei zwei Starts fehlschlugen und ein Start als ein Teilerfolg gilt (die dritte Stufe erreichte nicht die vorgesehene Umlaufbahn, jedoch konnte der Satellit mit eigenen Triebwerken die Umlaufbahn erreichen). Da der Raketenstartplatz außerhalb der GUS liegt, unterliegen die Starts nicht den CoCom-Bestimmungen. Schätzungen gehen davon aus, dass der Start einer Zenit-3SL den Kunden rund 90 Millionen US-Dollar kostet.

Bei dem Versuch am 30. Januar 2007 den NSS-8-Kommunikationssatelliten zu starten, explodierte eine Zenit-3SL-Trägerrakete direkt auf der „Odyssey“-Startplattform. Die Plattform erlitt dabei begrenzte Beschädigungen und war bereits am 1. Februar 2007 wieder mit der vollen Besatzung bemannt, die sich wie immer während des Starts auf die „Sea Launch Commander“ zurückgezogen hatte. Als Ursache der Explosion konnte ein Metallteil in einer Treibstoffpumpe ermittelt werden. Am 15. Januar 2008 erfolgte der erste Start nach dem Unglück mit dem Telekommunikationssatelliten Thuraya 3, der erfolgreich verlief.
Unter der Bezeichnung Land Launch soll eine dreistufige Zenit-3SLB von Baikonur aus Satelliten in die geostationäre Transferbahn (GTO) bringen. Dafür wird die Zenit-3SL leicht modifiziert (die ersten zwei Stufen entsprechen dann der Zenit-2M) und von der Zenit-2-Startanlage gestartet. Wegen des ungünstigeren Standortes des Kosmodroms Baikonur kann die Rakete nur 3,6 t in den GTO befördern. Der Vorteil des Land Launches besteht jedoch darin, dass die Startkosten deutlich geringer als bei einem Start von See aus sind. Der erste Start der Land Launch Zenit-3SLB war im April 2007 für Ende 2007 mit einem kommerziellen Kommunikationssatelliten geplant.

Eine weitere dreistufige Ausführung der Zenit soll die Fregat-SB-Oberstufe anstelle des Block DM-SL einsetzen. Die Stufe ist von der auf Sojus-Raketen eingesetzten Fregat abgeleitet, besitzt jedoch zusätzliche abwerfbare Treibstofftanks. Sie kann somit mehr Treibstoff aufnehmen und schwerere Nutzlasten in hohe Orbits befördern. Diese Version der Zenit ist von Baikonur aus geflogen, wurde jedoch nicht von Land Launch vermarktet. Die Rakete ist am 20. Januar 2011 zum ersten Mal gestartet und brachte dabei den russischen Elektro-L-Wettersatelliten in eine Umlaufbahn.


Sea Launch ist ein Schweizer Raumfahrtunternehmen, das Raketenstarts von einer speziell adaptierten Bohrplattform in Äquatornähe vermarktet. Gestartet wird mit Zenit-3SL-Trägerraketen, einer Zenit-2 mit Block-DM-Oberstufe und einigen Modifikationen für den Start von See aus. Es werden dabei Nutzlasten mit einer Masse von bis zu sechs Tonnen in einen Geotransferorbit (GTO) befördert. Bis zum Jahr 2009 hat das Unternehmen auf diese Weise knapp 30 Nutzlasten erfolgreich in den Weltraum gebracht. Die Sea Launch SA mit Sitz in Nyon war von 2010 bis 2016 im Mehrheitsbesitz von Energia Overseas Ltd., einer Tochterfirma des russischen Raumfahrtkonzerns RKK Energija. Im September 2016 wurde die Übernahme durch die russische S7 Airlines angekündigt.
Einige Wochen vor einem Start wird die Rakete in einen Hangar auf der Startplattform geladen, danach fahren sowohl das Schiff als auch die Startplattform zu einer Stelle im Pazifik, die bei ungefähr 154 Grad westlicher Länge in der Nähe von Kiritimati, etwa 2200 km südlich von Hawaii liegt. Die Plattform ist nicht verankert, sondern wird durch ihren Antrieb an einer konstanten Position gehalten. Das Halten der gewünschten Position wird mit GPS kontrolliert. Damit kommt aber mit den unberechenbaren Meeresströmungen ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor für einen Start dazu.

Kurz vor einem geplanten Start werden die Schwimmkörper der Plattform geflutet und damit die Plattform abgesenkt. Danach wird die Rakete aufgerichtet und die Startmannschaft wechselt auf die Sea Launch Commander. Der Start selbst erfolgt ferngesteuert.

Zusätzlich zu der sich auf der Startplattform befindenden Rakete kann die Sea Launch Commander weitere Raketen transportieren. Davon wird jedoch kein Gebrauch gemacht, da die Startrate relativ niedrig ist und so für beide Schiffe genug Zeit bleibt, um in den Heimathafen zurückzukehren.
(danke Wikipedia!)

Modellhöhe: 180,6 cm!

Feine Computergraphik, originalgetreue Bemalung mit Logos „Zenit 3SL“ und „Sea Launch“, Offsetdruck.

Aussagekräftige Bauzeichnungen und Montageskizzen ergänzen russische Bauanleitung.

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