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sowjetische leichte Trägerrakete Sojuz-2.1b (2012) 1:33 inkl. Spantensatz

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Sowjetische leichte Trägerrakete Sojuz-2.1b aus dem Jahr 2012 als Präzisions-Kartonmodellbausatz des YG-Model-Verlages Nr.35 im Maßstab 1:33.

Modellentwurf: Leonid Tscherkaschkin.


Die Sojus (‚Union‘, ‚Vereinigung‘) ist eine russische Trägerrakete. Mit über 1000 Einsätzen seit ihrem Erstflug im Jahr 1966 ist sie die meistgeflogene Rakete in der Raumfahrtgeschichte. Die Sojus entstand als Weiterentwicklung der ersten Interkontinentalrakete, der R-7. Von zahlreichen Varianten der Rakete sind heute noch die Sojus-2.1-Typen und die vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana startende Sojus-ST im Einsatz.

Die R-7 hatte ihre erste erfolgreiche Weltraummission am 4. Oktober 1957 mit Sputnik 1 an Bord. Durch ständige Weiterentwicklung entstanden viele Varianten der R-7, die zudem immer leistungsfähiger und zuverlässiger wurden. Die bekannteste und einzige heute noch verwendete Variante der R-7 ist die Sojus. Sie entstand durch leichte Modifizierungen der R7-Variante Woschod, mit der anfänglichen Aufgabe, bemannte Sojus-Raumschiffe zu starten. Dabei waren die Unterschiede zwischen beiden Raketen so gering, dass einige Autoren die Woschod ebenfalls der Sojus-Reihe zurechnen. Der Erststart der Sojus fand am 28. November 1966 statt (die Woschod flog bereits seit 1963). Seitdem wurde die Rakete zum Starten von unterschiedlichsten Nutzlasten verwendet, darunter waren unter anderem alle bemannten Sojus-Raumschiffe und Progress-Raumtransporter, außerdem niedrigfliegende Forschungs- und Militärsatelliten und seit dem Jahr 1999 mit zusätzlicher Ikar- beziehungsweise Fregat-Oberstufe auch kommerzielle Satelliten und Raumsonden.

Vom Beginn des 21. Jahrhunderts bis 2016 war die Sojus die kommerziell erfolgreichste orbitale Rakete der Welt, zudem eine der verlässlichsten mit einer Zuverlässigkeitsquote von 97 %. Außerdem ist sie die einzige aktive Trägerrakete der Russischen Föderation, die für den bemannten Raumflug zugelassen ist. Kommerziell wird die Rakete von der Firma Starsem vermarktet, die sie seit 2011 auch vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, starten lässt.
Die erste Stufe der Sojus besteht aus vier Boostern mit jeweils vier Brennkammern und pro Brennkammer einer Düse (RD-107). Diese Booster sind jeweils 19,6 m lang, besitzen einen Maximaldurchmesser von 2,68 m und wiegen leer etwa 3,5 t, beim Start 44,5 t. Sie werden als Block B, W, G und D (nach dem zweiten bis fünften Buchstabe des kyrillischen Alphabets) bezeichnet.
Die zweite Stufe als Zentralblock (Block A) ist den Erststufenboostern in Aufbau sehr ähnlich, besitzt aber einen verlängerten Tank und ein modifiziertes, für den Betrieb im Weltraum optimiertes Triebwerk (RD-108). Dadurch konnte man eine Neuentwicklung der Brennkammer für höheren Druck und höhere Temperaturen vermeiden. Die Stufe ist 27,8 m lang und besitzt einen Durchmesser von maximal 2,95 m, eine Leermasse von 6,9 t und eine Masse beim Start von 104,5 t. Da man anfangs noch keine Erfahrungen mit im Flug zündenden Stufen hatte, wurden beide Stufen einfach gleichzeitig gestartet, wobei alle fünf Haupt- und zwölf Vernier-Steuertriebwerke (jeweils zwei an den vier Boostern RD-107 und vier am RD-108) zünden. Die Triebwerke der ersten beiden Stufen verbrennen Kerosin und flüssigen Sauerstoff (LOX). Nach zwei Minuten ist der Treibstoff der Booster verbraucht und sie werden abgetrennt. Die Zweitstufe brennt noch etwa weitere 2,5 Minuten.
Die Triebwerke wurden laufend in ihrer Leistung gesteigert.
Die dritte Stufe der Sojus wird von einem RD-0110-Triebwerk mit 298 kN Schub angetrieben, das ebenfalls Kerosin und flüssigen Sauerstoff (LOX) verbrennt. Die Stufe wird als Block I bezeichnet. Sie wird mit der zweiten Stufe der Rakete, dem Block A, durch einen Gitterrohradapter verbunden und wird zwei Sekunden vor dem Brennschluss des Blocks A gezündet, was man als heiße Stufentrennung bezeichnet und die Hauptstufe von der Drittstufe wegdrückt. Dazu ist ein Ablenkkonus aus Titan auf dem Ende der Hauptstufe installiert. Die dritte Stufe hat eine Länge von 6,74 m, einen Durchmesser von 2,66 m und wiegt leer 2,36 t und beim Start etwa 25 t. Die Brenndauer beträgt 250 s.
Bei bemannten Einsätzen trägt die Sojus zusätzlich ein Rettungssystem (zu deutsch SAS) für Kosmonauten mit sich. Das System besteht aus einem Komplex von Feststoffraketen, der oben an der Sojus angebracht ist. Bei einem Fehlstart werden sie gezündet und tragen die Kabine mit den Kosmonauten innerhalb kürzester Zeit aus der Gefahrenzone. Am 26. September 1983 kam das Rettungssystem erstmals zum Einsatz, als eine Sojus-U direkt auf dem Starttisch explodierte. Das Rettungssystem rettete die Besatzung des Sojus-T-10-1-Raumschiffs nur Sekunden vor der Explosion. Zu einem weiteren Einsatz kam es 2018 bei der Mission Sojus MS-10, als die erste Stufentrennung teilweise fehlschlug und einer der Booster mit der Zweitstufe kollidierte. Die Besatzung konnte unverletzt gerettet werden. Zum Rettungssystem gehören auch die vier auffälligen rechteckigen Bauteile an den Seiten der Nutzlastverkleidung. Diese sogenannten Gitterflossen klappen bei Aktivierung des Rettungssystems aus und dienen der aerodynamischen Stabilisierung. Kleine Feststoffraketen an der äußersten Spitze dienen der Trennung der Nutzlastverkleidung vom Raumschiff. Bei einem normalen Startverlauf wird das Rettungssystem etwa 150 s nach dem Start abgeworfen.
Startanlagen für die Sojus-Rakete bestehen in den russischen Weltraumbahnhöfen Plessezk und (seit 2016) Wostotschny sowie am Baikonur in Kasachstan; seit 2011 sind Sojus-Starts auch in Französisch-Guayana (Südamerika) möglich. Das Centre Spatial Guyanais liegt in Äquatornähe, was dem Sojus-System bei Starts in äquaritoriale oder äquatornahe Umlaufbahnen bei gleicher Konfiguration eine höhere Nutzlast ermöglicht. Bemannte Raumflüge sind weiterhin auf den Startplatz Baikonur beschränkt, da das Sojus-Raumschiff bisher nur Notlandungen auf dem Festland beherrscht. Starts von Französisch-Guayana und Wostotschny aus führen hingegen über Wasser, und Plessezk ist zu weit nördlich gelegen. (…)

Sojus-2.1a/b
Nach der anfangs zögerlichen Entwicklung des Rus/Sojus-2-Projekts kam die Wende, nachdem in Kooperation mit dem europäischen Raumfahrtunternehmen Arianespace die Firma Starsem gegründet worden war, die seitdem die Sojus im Westen zum Start von kommerziellen Satelliten anbietet. Bald kamen die ersten Startaufträge und damit auch Geld in die Kassen, das zur Weiterentwicklung der Sojus verwendet werden konnte.
Am 8. November 2004 startete von Plessezk erfolgreich die Sojus-2.1a als zweite Rus-Entwicklungsstufe nach der Sojus-FG. Ab dieser Variante verfügt die Sojus über ein digitales Flugsteuersystem, das die alte, aus den 1960ern stammende analoge Steuerung ersetzt. Die digitale Steuerung, die ursprünglich bereits ab 2002 bei der Sojus-U verwendet werden sollte, ermöglicht eine flexiblere Flugplanung und eine effizientere Treibstoffnutzung, was der Nutzlastkapazität der Rakete zugutekommt. Von Baikonur aus kann die Sojus-2.1a bis zu 7020 kg in einen 200 km hohen Orbit befördern, und bei einem Start von Plessezk bis zu 6830 kg in einen 220 km hohen Orbit. Außerdem wurde die dritte Raketenstufe an das neue RD-0124-Triebwerk (Schub 298 kN, Spezifischer Impuls 3522 Ns/kg bzw. 359 s) angepasst, welches allerdings in dieser Raketenversion noch nicht zum Einsatz kommt.

Für die Sojus-2.1a wurde auch eine größere und geräumigere Nutzlastverkleidung („ST“-Typ, Ø 4,11 m, Länge 11,433 m) entwickelt. Die ST-Nutzlastverkleidung entspricht weitgehend in Größe und Form der Nutzlastverkleidung der Ariane 4. Sie kam erstmals beim zweiten Start der Sojus-2.1a am 19. Oktober 2006 zum Einsatz, als der europäische Wettersatellit MetOp-A unter Nutzung einer Fregat-Stufe ins All gebracht wurde.
Die Sojus-2.1b (Союз-2.1б) entspricht den ursprünglichen Planungen für die Sojus-2. Sie verwendet das verbesserte Triebwerk RD-0124, das die Leistung der dritten Stufe erhöht. Die Sojus-2.1b kann von Baikonur aus bis zu 8200 kg in einen 200 km hohen Orbit und von Plessezk aus bis zu 7.020 kg in einen 220 km hohen Orbit befördern. Sie startete erstmals am 27. Dezember 2006 von Baikonur mit dem COROT-Weltraumteleskop. (danke Wikipedia!)

Modellhöhe: 153,6 cm!

* Ein Spantensatz ist in dem Bausatz beinhaltet!

Feine Computergraphik, originalgetreu graphisch Dargestellte Oberflächenstruktur,
Offsetdruck.

Aussagekräftige Bauzeichnungen und Montageskizzen ergänzen russische Bauanleitung.

 
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