Wasserwerke der Stahlstadt (Jules Verne) 1:240

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Seit die „Mittelalterliche Stadt“ von Richard Vyskovsky erschien, messen sich mehrere Konstrukteure mit dem Thema eines Großraumbauwerks aus Papier: die tschechische Betexa hat die „Prager Burg“, der ukrainische Oriel hat bereits neun Folgen des Moskauer  Kremls herausgebracht, nun ist auch der tschechische PAV-Verlag dabei, eine ganze Stadt aus Papier nachzubauen: Die zweite Folge eines Großraum-Bauwerks: Wasserwerke der Stahlstadt aus dem Roman „Die 500 Millionen der Begum“ von Jules Verne als Kartonmodellbausatz im Maßstab 1:240.
Geplant sind insgesamt 14 Bänder des Stahlstadt, die eine Gesamtfläche von 620 x 890 cm einnehmen sollen!
 
Modellkonstruktion: Ladislav Badalec und Jiri Mládek.

Die 500 Millionen der Begum (auch Die fünfhundert Millionen einer indischen Prinzessin) ist ein Roman des französischen Autors Jules Verne, der erstmals 1879 von dem Verleger Pierre-Jules Hetzel als Band 18 der Voyages extraordinaires unter dem französischen Titel Les Cinq Cents Millions de la Bégum veröffentlicht wurde. Im Anhang des Bandes befand sich die Kurzgeschichte Les Révoltés de la Bounty. Die deutschsprachige Ausgabe erschien 1880 unter dem Titel Die 500 Millionen der Begum. Der englische Titel des Romans lautet The Begum's Fortune (auch The Begum's Millions).

Die Handlung:
500 Millionen, die das Vermögen einer indischen Prinzessin (der Begum) sind, warten auf einen Erben. Als Erbe wird der französische Arzt Dr. Sarrasin ermittelt, der fassungslos vor Glück ist. Er schmiedet große Pläne. Er will mit dem Geld eine moderne und blühende Stadt nach streng hygienischen Gesichtspunkten errichten. Doch auch der deutsche Professor Schultze erhebt Anspruch auf das Erbe. Er will ebenfalls eine Stadt bauen. Seine Vorstellungen sind jedoch völlig anderer Art, als die von Sarrasin. Schultze baut ein Stahlimperium auf, eine Waffenschmiede für Geschütze und Kanonen nach dem Vorbild von Krupp.

Beide Pläne werden umgesetzt. Bald steht die saubere und idealisierte Stadt France-Ville in unmittelbarer Nähe der dunklen Stadt Stahlstadt gegenüber. Nach kurzer Zeit bahnt sich ein Konflikt an. Schultze richtet eine riesige Kanone mit einem geheimnisvollen Geschoss auf seinen Konkurrenten.

Der junge Ingenieur Marcel Bruckmann aus dem Elsass kann sich in Stahlstadt einschleichen und das Vertrauen des Professors gewinnen. Der Erbauer der Riesenkanone und der Geheimwaffe lässt aber keinen Mitwisser zu. Der junge Ingenieur kann jedoch fliehen und versucht in France-Ville Entwarnung zu geben, da seiner Ansicht nach keine direkte Bedrohung durch das Geschoss besteht, da dessen Flugbahn falsch berechnet wurde. Schultze lässt France-Ville beschießen. Der Schuss verfehlt, wie Marcel vermutete, das Ziel.
Danach wird es ruhig um Stahlstadt. Es gibt Gerüchte, dass Schultze bankrott ist. Aus der Stadt kommen keine Lebenszeichen mehr. Marcel geht mit einem Freund in die Stadt und will das Rätsel lösen. Er findet Schultze tot vor. Dieser hatte ein Geschoss entwickelt, welches keinen Schaden an Gebäuden anrichtet, aber durch Vereisung das Leben auslöschen sollte. Durch einen Defekt an der Waffe wurde der Erfinder von der Wirkung seiner eigenen Waffe getötet.

Der Roman wurde in der ?SSR 1978 unter dem Filmtitel Das Geheimnis der stählernen Stadt (auch: Die stählerne Stadt) verfilmt. Der Originaltitel des 85 minütigen Films lautete Tajemství ocelového mesta. Regie führte der tschechische Regisseur Ludvik Raza. Im Film wurden einige Personen des Romans umbenannt. Der Waffenproduzent Schultze wird im Film zu Professor Janus (Schauspieler J. Vinklár), der junge Ingenieur Bruckmann zu Ingenieur Marcel Zodiak bzw. Moltke in der Stahlstadt (J. Hanzlik). Weitere Hauptpersonen sind Dr. Sarrasin (M. Ruzek) und der Gehilfe von Janus Arminius (V. Besser).

In der Kleinstadt Police nad Metují in Tschechien gibt es in dem Museum der Baukästen Merkur (Muzeum stavebnice Merkur) die riesige Stahlstadt besichtigen, den ältesten Bausatz aus dem Jahr 1920, samt eine große Gleisanlage Merkur „O“ im Maßstab 1:45. (absatzweise danke Wikipedia!)

Unser Modell wurde auf der Grundlage des 1:45-Museumsmodells entworfen.

Modellhöhe: etwa 17 cm!

Präzise Computergraphik, frische Farbgebung.

Tschechische Bauanleitung ergänzt Montagezeichnungen.

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