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litauisches Aufklärungs- und Bombenflugzeug ANBO-IV L (Europa-Rundreise 1934) 1:33 präzise

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Nach mehrjähriger Pause in seiner verlegerischen Tätigkeit kehrte der, sich in polnischen wenig bekannten, bzw. Prototyp-Flugzeugkonstruktionen aus der Zwischenkriegszeit spezialisierende Verlag CardPlane auf den Kartonmodellbaumarkt zurück. In der Ausgabe 22 (Edition 2022) brachte er das litauische Aufklärungs- und Bombenflugzeug ANBO-IV heraus. Es ist die Darstellung der Maschine ANBO-IV L (also mit dem Triebwerk Pegasus II L) mit der Seitennummer 63, geflogen von dem Flugzeugkonstrukteur Antanas Gustaitis, der gleichzeitig auch ein Militärpilot mit Dienstgrad Oberst war. Mit diesem Flugzeug (neben der Maschinen 61 und 62) wurde im Juni und Juli 1934 eine ca. 10 000 km-lange Rundreise aus Kaunes (Kowno, deutsch Kauen) über zahlreiche europäische Großstädte unternommen. Bei diesem Bogen handelt es sich um einen Extrempräzisions-Kartonmodellbausatz im Maßstab 1:33. Bei diesem Bogen handelt es sich um ein kostenfreies Modell dieses Verlages, das wir mit seiner Genehmigung in einer limitierten Anzahl und zu einem Unkostenbetrag exklusiv über unser Shop anbieten dürfen.

Modellkonstruktion: Lech Kolodziejski, Inhaber des Verlages.

Die ANBO-IV und ihre Weiterentwicklung ANBO-41 waren litauische Mehrzweckflugzeuge der 1930er Jahre und die bekanntesten Konstruktionen des Flugzeugkonstrukteurs Antanas Gustaitis.

Gustaitis entwarf das als Hochdecker ausgelegte Flugzeug hauptsächlich als Aufklärer für die Karo Aviacija. Der Prototyp wurde 1932 von der Militärflugzeugwerkstatt (Karo aviacijos tiekimo skyrius) in Kaunas, zu deren Leiter Gustaitis 1929 ernannt worden war, fertig gestellt und flog erstmals am 14. Juli. Er war anfangs mit einem Wasp-Motor ausgestattet, der sich als zu schwach erwies, weshalb noch ein stärkerer Panther zum Einbau kam. Die Erprobung verlief erfolgreich und es wurde eine Serie von 13 als ANBO-IV (für Antanas Nori Būti Ore) betitelten Flugzeugen aufgelegt, die einen Pegasus-Antrieb mit starrer Zweiblatt-Holzluftschraube erhielten und bis 1935 an die Luftstreitkräfte ausgeliefert wurden. Je nach verwendeter Triebwerksausführung wurden sie als ANBO-IV L (für Pegasus L2) oder ANBO-IV M (für Pegasus M2) bezeichnet.

Die ANBO-IV kam 1934 zu einiger internationaler Bekanntheit, als eine Dreierformation unter Führung Gustaitis’ vom 25. Juni bis zum 29. Juli eine Rundreise durch Europa absolvierte und dabei etwa 10.000 km zurücklegte. Diese Tournee, die durch verschiedene Hauptstädte wie Stockholm, Kopenhagen, Brüssel, London, Paris, Rom, Wien, Prag, Bukarest und Moskau führte, brachte das Vorhandensein einer litauischen Luftfahrtindustrie ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.
Die leistungsstärkste Version ANBO-41 erschien 1937 und erhielt als Antrieb den Pegasus XI, der 686 kW (933 PS) leistete. Von ihr wurden 20 Stück produziert, was sie zum meistgebauten Flugzeug aus einheimischer Produktion machte, und bis 1939 an die Luftstreitkräfte übergeben.

Die Flugzeuge wurden nach ihrer Übernahme durch die Armee sowohl auf die einzelnen Fliegerstaffeln (Eskadrile) der Luftstreitkräfte aufgeteilt als auch der Militärfliegerschule in Kaunas eingegliedert. Nach einer 1938 durchgeführten Militärreform, die auch die Aufstellung zweier neuer Staffeln zusätzlich zu den sechs vorhandenen umfasste, wurden die 12 vorhandenen ANBO-IV der 6. und 8. Eskadrile innerhalb der I. Gruppe (Aufklärung) in Panevėžys (3 bzw. 6 Stück) sowie der Ausbildungsgruppe in Kaunas (3 Stück) zugeschlagen.

Von der ANBO-41 gingen 7 Stück als Aufklärer an die 2. Eskadrile in Kaunas und 3 ebenfalls zur 6. Eskadrile. Die restlichen 10 flogen bei der 4. Eskadrile in Šiauliai, die innerhalb der III. Gruppe für die Bodenunterstützung zuständig war.
Diesen Einheiten waren die ANBO-IV und ANBO-41 auch zugeteilt, als die Rote Armee am 15. Juni 1940 Litauen besetzte und die Flugzeuge kampflos übernahm. Im Zuge der sich anschließenden Bildung der Litauischen Sowjetrepublik wurden einige Exemplare übernommen und in die neugebildete, aus Litauern bestehende Nationalstaffel (Tautine Eskadrile) unter der Führung von Major J. Kovacs eingegliedert, die noch übrigen dienten neben den meisten anderen des ehemaligen Flottenbestands der litauischen Luftstreitkräfte als Ersatzteilspender oder Übungsziele bei Manövern der Roten Armee. Im Rahmen der politischen Umwälzungen wurde auch der Konstrukteur der ANBO-IV, Gustaitis, verhaftet und am 16. Oktober 1941 in Moskau erschossen.

Bei Beginn des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion erhielt die Nationalstaffel den Befehl, in rückwärtige sowjetische Gebiete zu verlegen und sich so dem Zugriff der schnell vorrückenden deutschen Truppen zu entziehen. Viele Piloten der Staffel nahmen die Rote Armee jedoch als Besatzungsmacht wahr und nutzten die Gelegenheit, um mit ihren Flugzeugen zu desertieren. Der Kommandeur Kovacs zum Beispiel wurde mit seiner ANBO-41 abgeschossen, als er bei diesem Anlass sowjetische Bodentruppen angriff. So kam auch die Luftwaffe in den Besitz einiger ANBO-Flugzeuge. (danke Wikipedia!)

Dieser Bausatz wirkt, wie auch alle anderen Produktionen dieses Verlages sehr durchdacht und strukturiert ausgearbeitet zu sein, angemessene Detaillierung: 
Inneneinrichtungen der beiden Cockpits, drehbarer Propeller, der aus mehreren Papierschichten zusammengeklebt wird und somit eine schöne „plastische“ Wirkung erzeugt, alle Seiten-, Höhenruder und Flügelklappen als separate Elemente, kleine Strommaschine mit Propeller unter dem Rumpf, Seilzüge des Seitenruders...

Modellspannweite: 40 cm!

Exzellente
Farbgebung, die die Unebenheiten der Stoffbespannung optisch darstellt, originalgetreue Bemalung (litauische Kennzeichnung, Hoheitszeichen und Streifen in Nationalfarben auf beiden Rumpfseiten), feinste Computergraphik.


Die Baubegleitung besteht aus General-, Bauzeichnungen, Detailskizzen und polnischer Bauanleitung.
 
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